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Lebhafte Vernissage: Werke von Ludwig M. Langner im Rathaus

Lebhafte Vernissage: Werke von Ludwig M. Langner im Rathaus

"Von hier aus" so hatte Bürgermeister Joachim Rodenkirch gesagt, sei ein trefflicher Titel für die Retrospektive zum 80. Geburtstag von Ludwig M. Langner. Hier, in seiner Heimatstadt Wittlich begann er zu fotografieren, und hierhin kehrte er mit seinen Fotografien 60 Jahre später zurück. Langners Werke sind nun im Alten Rathaus ausgestellt.

Wittlich. Bürgermeister Rodenkirch freute sich über die Bereitschaft der Koblenzer Kulturjournalistin Dr. Lieselotte Sauer-Kaulbach, die Laudatio zu übernehmen. Da Ludwig M. Langner seit Jahrzehnten in Koblenz lebt, arbeitete und vor allem fotografierte, konnte Frau Dr. Sauer-Kaulbach eine ausgewiesene Kennerin des Werkes Langners werden. Und so erinnerte sie an Langners erste Einzelausstellung in Wittlich mit dem Titel "wein-felder-maar" im Jahr 1974, an die kontrastreichen Landschaftsaufnahmen, die Langner in Island fertigte, die Bilder aus Neuseeland, Namibia und den Nationalparks der Vereinigten Staaten von Amerika. Das Herz der Ausstellung ist in seiner Heimatstadt die 1984 entstandene Serie "Wittlicher Leute" mit 80 Porträts von Menschen. Menschen, die damals Wittlich gestalteten, sei es als Bundeswirtschaftsminister oder als Straßenfeger. Langner fotografierte die Wittlicher in typischen Situationen, mit und ohne Accessoires und ihre Individualität betonend. Da wird der eine Winzer bei seiner Kellerarbeit gezeigt, während der andere seinen Wein im Sessel sitzend genießt.
Fotografieren könne jeder, so die Laudatorin, aber nur der genaue Beobachter finde den Moment, der es lohne, fotografisch festgehalten zu werden. Die Kunst des Beobachtens beherrscht Ludwig M. Langner meisterlich, ebenso die Entscheidungsfreude, den richtigen Moment zu finden.
Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Max Weise (Gesang), Simon Seidl (Piano) und Moritz von Kleist (Saxofon). Das Trio brachte Gedichte des verstorbenen Bruders von Ludwig M. Langner, Wolfgang Langner, zu Gehör, die sein Sohn Max Weise vertonte. red
Die Ausstellung ist bis 9. Mai im Alten Rathaus zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags bis samstags von 11 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags von 14 bis 17 Uhr. Info: Telefon 06571/17 1355 oder info@kulturamt.wittlich.de