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Prio eins bei Sanierungen: Vitelliusbad in Wittlich steht ganz oben auf der Liste

Prio eins bei Sanierungen: Vitelliusbad in Wittlich steht ganz oben auf der Liste

Das Vitelliusbad muss dringend saniert werden. Jetzt stehen die Chancen gut, dass das Projekt vom Kreis gefördert wird. Der Jugendhilfeausschuss hat empfohlen, die Sanierung auf Platz eins der Prioritätenliste zu setzen.

Die Sanierung des Wittlicher Vitelliusbads soll oberste Priorität haben - zumindest, wenn es nach den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses des Kreises geht. Der Ausschuss hat über die Prioritätenliste der Sportstättenförderung 2017 beraten und empfiehlt, die Generalsanierung des Bads auf den ersten Platz dieser Liste zu setzen. Auf Platz zwei soll der Umbau des Vereinshauses am Lüxemer Sportplatz sowie der Neubau eines Gebäudes am Tennisplatz des SV Lüxem stehen.

Abschließend wird der Kreisausschuss im Laufe des Jahres über die Sportstättenförderung beraten und diese beschließen. Laut Beschlussvorlage, die dem Jugendhilfeausschuss bei seiner Beratung vorlag, soll die Sanierung des Vitelliusbads rund 15 Millionen Euro kosten.

Davon könnte das Land laut Finanzierungsplan 40 Prozent tragen, also sechs Millionen Euro, der Kreis zehn Prozent (1,5 Millionen Euro) und die Stadt Wittlich die restlichen 50 Prozent, also 7,5 Millionen Euro. Die grundsätzliche Bereitschaft, das Projekt zu fördern, besteht vonseiten des Landes. Die Landesförderung ist allerdings nur möglich, wenn das Projekt in der Prioritätenliste des Kreises auf Rang eins steht.

Der Stadtrat hat in seiner zurückliegenden Sitzung beschlossen, das Bad als sogenannte Kombi-Lösung zu bauen. Laut diesem Grundsatzbeschluss ist ein kombiniertes Hallen- und Freibad vorgesehen, bei dem das ganze Jahr beide Badbereiche genutzt werden können. Der Hallenbadteil wäre folglich, anders als jetzt, auch im Sommer bei Schlechtwetter geöffnet.

Das Land knüpft an seine Förderzusage die Bedingung, dass das neue Bad energetisch saniert wird, dass weniger Wasserflächen hat und dadurch auch geringere Betriebskosten entstehen. Das 1971 gebaute Hallenbad ist dringend sanierungsbedürftig. Das Bad wird auch von zahlreichen Vereinen und Schulen sowie von vielen Menschen aus dem Umland genutzt.

EXTRA
Im Vorfeld der Beratung des Jugendhilfeausschusses hat der Sportstättenbeirat gemeinsam mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion vier Projekte besprochen, deren Aufnahme auf die Prioritätenliste beantragt wurden. Neben der Sanierung des Vitelliusbads und der Maßnahme in Lüxem waren das der Umbau des Tennenplatzes an der zentralen Sportanlage in Wittlich in einen Kunstrasenplatz sowie der Neubau einer Multifunktionshalle im Schulzentrum Bernkastel-Kues. Bei ersterem hatte sich der Beirat gegen eine Aufnahme ausgesprochen, beim letzterem müssen noch offene Fragen geklärt werden.