SPD geht leer aus

LIESER. Mit zwei CDU-Beigeordneten und einer FDP-Beigeordneten geht der VG-Rat Bernkastel-Kues in die nächsten fünf Jahre. Die FDP-Kandidatin triumphierte dabei über den SPD-Kandidaten.

Wer wird dritter Beigeordneter der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues? Das war am Dienstag bei der konstituierenden Sitzung des Verbandsgemeinderates die einzige spannende Frage. Zwei Kandidaten standen zur Wahl: Ratsmitglied Reinhard Grasnick (SPD) und Annette Leimbrock-Debus (FDP), die dem Gremium seit der Kommunalwahl nicht mehr angehört. Beide Kandidaten kommen aus Burgen. "Wir haben den ersten und zweiten Beigeordneten mit Selbstverständlichkeit der CDU überlassen, der dritte Beigeordnete sollte mit der gleichen Selbstverständlichkeit der zweitstärksten Kraft, der SPD, zustehen", warb Maria Bölinger für Reinhard Grasnick. Der wies darauf hin, dass es für die zweitstärkste Kraft in der Verbandsgemeinde wichtig sei, Infos aus erster Hand zu bekommen. "Um Missverständnisse und Streit zu vermeiden", sagte er.Eindeutiges Votum

Das Votum fiel eindeutig aus: 21 Stimmen für die 44-jährige Winzerin Leimbrock-Debus, neun Stimmen für Grasnick. Die SPD, die mit Rita Trarbach bisher die zweite Beigeordnete stellte, ging somit leer aus. Erklärungen und Reaktionen, warum die Mehrheit des Rates der zweitstärksten Fraktion keinen Beigeordneten mehr zugesteht, blieben aus. Die Arbeit einiger SPD-Leute im vergangen dreiviertel Jahr habe dazu geführt, dass sich die CDU Gedanken über eine Umbesetzung gemacht habe, erklärte Alex Licht (CDU) auf Nachfrage des TV. So habe die SPD mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Verwaltung auch die Arbeit ihrer eigenen Beigeordneten torpediert. Emotionslos gingen dagegen die beiden anderen Wahlgänge über die Bühne. Der bisherige erste Beigeordnete, Leo Wächter, erhielt ein großes Vertrauensvotum. Für den 46-jährigen Finanzwirt aus Ürzig stimmten 29 Ratsmitglieder, zwei verweigerten ihm ihre Stimme. Der bisherige dritte Beigeordnete, Heinz Eckstein, wurde zum neuen zweiten Beigeordneten gewählt. Der 57-Jährige, der ebenfalls als Finanzwirt tätig ist, vereinigte 26 Jastimmen und sechs Neinstimmen auf sich. Seine Wahl sei "günstig", weil er aus der Stadt Bernkastel-Kues komme, sagte CDU-Fraktionssprecher Eduard Arens.