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Straßenbau in Pilmeroth: "Keine falsche Kostenschätzung"

Straßenbau in Pilmeroth: "Keine falsche Kostenschätzung"

Wieso ist der Straßenausbau in Pilmeroth teurer als vorgesehen? Das planende Büro widerspricht der Darstellung von Ortsbürgermeister Burkhard Born, es habe sich bei den Kosten verschätzt. Ursprünglich nicht vorgesehene Leistungen macht Ingenieur Hartmut Garth für die Kostensteigerung verantwortlich.

Kleinich. Der geplante 345 000 Euro teure Straßenausbau hat im Kleinicher Ortsteil Pilmeroth für Unruhe gesorgt. Die Bürger machen sich Sorgen, weil Blei im Boden gefunden wurde und kritisieren eine Kostensteigerung von 30 Prozent nach der Vergabe (der TV berichtete). Ortsbürgermeister Burkhard Born hatte die Kostensteigerung verkürzt damit erklärt, dass sich das planende Büro verschätzt habe. Hartmut Garth vom gleichnamigen Büro weist diese Darstellung zurück.
Teurer wurden die Arbeiten laut Garth, weil Leistungen, die ursprünglich nicht vorgesehen waren, hinzugekommen seien. So werden beispielsweise nun der Dorfbrunnen umgesetzt und die Telekomleitungen ins Erdreich verlegt, die Straßenbeleuchtung sei ergänzt worden. Die Kosten für die zusätzlichen Leistungen betragen laut Garth 38 000 Euro.
Als zweiten Grund führt Garth die Entsorgung des problematischen Bodens an. Demnach enthält die bestehende Straße pechhaltiges Material und musste deshalb untersucht werden. Dabei sei dann das Blei im Untergrund gefunden worden, sagte Garth. Beide Stoffe verteuerten die Entsorgung des Bodens und zwar um 31 000 Euro.
Macht zusammen Mehrkosten von 69 000 Euro. Die Kostensteigerung hat 70 000 Euro betragen. Garth: "Bei einer Differenz von 1000 Euro, in diesem Fall 0,4 Prozent, kann nicht von einer fehlerhaften Kostenschätzung des Büros gesprochen werden."
Die Straße in Pilmeroth soll abSeptember ausgebaut werden. Noch in dieser Woche werden die Analyseergebnisse erwartet für Bodenproben, die auf Privatgrundstücken in Pilmeroth genommen worden waren. mai