Tragödie von Trittenheim heute vor Gericht

Heute Mittag wird beim Amtsgericht Bernkastel-Kues einer der tragischsten und folgenschwersten Verkehrsunfälle der letzten Jahre verhandelt. Der Unfall ereignete sich am Fastnachtsamstag 2007 in Trittenheim. Zwei junge Menschen aus Neumagen-Dhron fanden damals den Tod.

Bernkastel-Kues/Trittenheim. (sim) Das schreckliche Ereignis hat sich in das Gedächtnis der Bürger von Trittenheim und Neumagen-Dhron eingebrannt. Heute werden beim Amtsgericht Bernkastel-Kues die Umstände und Folgen dieses Verkehrsunfalls von der Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Sachverständigen noch einmal dargelegt und bewertet. Am frühen Abend des 17. Februar 2007 war auf der Fahrt zu einer Fastnachtveranstaltung in Leiwen ein mit fünf jungen Leuten aus Neumagen-Dhron besetzter Kleinwagen mit der Beifahrerseite gegen den alten Fährturm in Trittenheim geprallt. Vorher war der PKW mit hoher Geschwindigkeit über eine kleine Kuppe an der Brückenauffahrt gefahren und hatte abgehoben. Ein 20-Jähriger starb wenige Stunden später im Krankenhaus, ein 21-Jähriger wurde in die nahe Mosel geschleudert und konnte sich ans Ufer retten, eine 17-jährige Insassin erlitt schwerste Verletzungen, an denen sie heute noch leidet. Ein weiterer junger Mann, damals 21 Jahre alt, war seit dem Unfall drei Wochen vermisst. Seine Leiche wurde erst drei Wochen nach dem Unfall an der Schleuse Wintrich geborgen. Der Fahrer des PKW hatte den Unfall schwer verletzt überlebt. Er ist nun wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung angeklagt. Der junge Mann hatte während der Fahrt einen Alkoholwert von 1,69 Promille im Blut.