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Umbau und Sanierung des VG-Verwaltungsgebäudes in Bernkastel-Kues dauern bis Juli 2016

Umbau und Sanierung des VG-Verwaltungsgebäudes in Bernkastel-Kues dauern bis Juli 2016

Die Zeit vergeht. Ein Jahr dauern nun schon Sanierung und Umbau der Verbandsgemeinde-Verwaltung Bernkastel-Kues. Investiert werden 4,5 Millionen Euro. Wegen der freiwilligen Fusion zwischen Bernkastel-Kues und Neumagen-Dhron, gibt es einen hohen Zuschuss vom Land.

Umbau und Sanierung des VG-Verwaltungsgebäudes in Bernkastel-Kues dauern bis Juli 2016
Foto: (m_mo )
 Wo Beigeordneter Leo Wächter steht, wird die Hebebühne installiert (links). Hier wird demnächst ein Glasdach aufgesetzt (rechts).
Wo Beigeordneter Leo Wächter steht, wird die Hebebühne installiert (links). Hier wird demnächst ein Glasdach aufgesetzt (rechts). Foto: (m_mo )
 Von Heizöl zu Gas: Die Energiezentrale befindet sich unter dem Dach (links). In den Gängen gibt es noch viel Kabelsalat (rechts).
Von Heizöl zu Gas: Die Energiezentrale befindet sich unter dem Dach (links). In den Gängen gibt es noch viel Kabelsalat (rechts). Foto: (m_mo )
Umbau und Sanierung des VG-Verwaltungsgebäudes in Bernkastel-Kues dauern bis Juli 2016
Foto: (m_mo )

Bernkastel-Kues. Was war vorher hier? Diese Frage stellt sich mehrfach beim Rundgang durch den Gebäudetrakt der Verbandsgemeinde-Verwaltung Bernkastel-Kues. Leo Wächter, hauptamtlicher Beigeordneter, weiß das natürlich sofort. Wer vor Beginn der Sanierungs- und Umbauarbeiten nur ab und an vor Ort war, verliert dagegen schnell die Orientierung. Seit fast genau einem Jahr ist das Ensemble, die frühere Verwaltung des Kreises Bernkastel und das ehemalige Amtsgericht, fest im Griff diverser Handwerker, von denen die meisten aus der Region kommen. Bis voraussichtlich Juli 2016 wird das auch so bleiben. So lange sind 80 Mitarbeiter noch in die Klinik Kues auf dem Plateau ausquartiert (der TV berichtete).
Die größten baulichen Veränderungen: Wo es bisher nur einen gläsernen Übergang zwischen beiden Gebäuden gab, steht schon ein Zwischentrakt, in dem auch einige zusätzliche Büros Platz finden.
Das Gebäude wird auch barrierefrei. Über eine Hebebühne gelangen Menschen mit Behinderungen in Zukunft von einem neuen Eingang an der Moselseite ins Erdgeschoss. Dort wartet dann der neue Aufzug, der alle Etagen bedient.
Rund um diesen Eingang bekommen die Abteilungen ihre Büros, die den meisten Publikumsverkehr verzeichnen: Einwohnermeldeamt. Ordnungsamt, Standesamt (mit Trauzimmer) und Kfz-Zulassungsstelle. Unter dem Dach, wo sich bisher das Archiv befand, entsteht ein Sitzungssaal. In ihm soll in Zukunft der Rat tagen. Bisher gab es keinen Raum im Haus, der die erforderliche Personenzahl fasste.
Eine Veränderung gibt es auch hinter dem Haupteingang: einen großen Wartebereich und einen Schalter für den Bürgerservice. Dort können zum Beispiel beantragte Ausweise abgeholt werden. Der zweite Besuch beim Sachbearbeiter entfällt damit.
Die beiden Gebäude (Gesamtfläche 1700 Quadratmeter) sind mehr als 100 Jahre alt. Da ist einiges zu erneuern: Fenster, Böden und Dächer zum Beispiel. Zudem erfolgt die Umstellung von Öl auf Gas. Die Brandschutzbestimmungen werden immer strenger. Und der Denkmalschutz macht auch Auflagen. Leo Wächter informiert sich regelmäßig über den Baufortschritt. Er kommt oft mit dem baubegleitenden Ausschuss. Ihm gehören Mitglieder der Ratsfraktionen an. Dieser Ausschuss kann auch Entscheidungen treffen. "Wir sind im Plan", sagt Wächter und bezieht dies auf die Arbeiten und die Kosten. Unvorhergesehen war lediglich der Asbest im Speicher. Dessen Beseitigung kostete 230 000 Euro, die ursprünglich nicht vorgesehen waren.
Die Gesamtkosten liegen voraussichtlich bei 4,5 Millionen Euro. Zugute kommt der Kommune der freiwillige Zusammenschluss der großen VG Bernkastel-Kues und der kleinen VG Neumagen-Dhron zu Beginn des Jahres 2012. Im Fusionsvertrag wurde unter anderem festgehalten, dass das Land den Umbau und die Sanierung des Verwaltungsgebäudes höher bezuschusst als normal - mit 70 Prozent.
Der Betrieb im Ausweichquartier laufe reibungslos, sagt Wächter. Auch die Bürger hätten sich an den Standort gewöhnt. "Ich bin aber froh, wenn wir wieder hier unten sind", gibt er zu.