UMFRAGE DER WOCHE

BERNKASTEL-KUES. Wochenlang kein Termin und dann auch noch lange Wartezeiten: Über den Service bei Fachärzten beschweren sich viele gesetzlich versicherte Patienten. Von Privatversicherten hört man diese Klagen kaum. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt fordert deshalb, dass alle Versicherten künftig gleich zu behandeln seien. Wird das etwas ändern?

Wolfgang Rothballer, Dachau (Bayern): Von diesem Vorstoß halte ich überhaupt nichts. Ich bin Privatpatient und habe eine Bevorzugung beim Arzt noch nie erlebt. Wenn Probleme auftauchen, bei denen man nicht weiter weiß, sind Privatpatienten die Prügelknaben. Angelika Fleischer, Friesenheim (Rheinhessen): Die Gesundheitsministerin fordert zwar eine Gleichbehandlung, ich glaube aber nicht, dass das etwas bewirkt. Ich finde die Ungleichbehandlung der Versicherten jedenfalls überhaupt nicht in Ordnung. Cornelia Bohr, Herrstein (Hunsrück): Ich bin zwar nicht privat versichert, habe aber trotzdem einen Arzt, der mich sehr gut versorgt. Ich finde es in Ordnung, dass Privatpatienten bevorzugt behandelt werden, die müssen dafür schließlich auch mehr bezahlen. Michael Pfeil, Hallenberg (Hessen): Ulla Schmidt kann auf den Tisch hauen, so viel sie will. Am Ende wird der gesetzlich Versicherte wieder das Nachsehen haben, weil er im Gegensatz zu den Kassen keine Lobby hat. (fun)/Fotos (4): Alexander Funk

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