Vom Hunsrück ans Rote Meer

HORATH. (ua) Der ägyptische Veranstalter "Skymax Travel Group" bietet ab 23. Dezember eine neue Flugroute nach Ägypten an. Bei der überregionalen Pressekonferenz im Familienhotel Hochwald in Horath kam auch die momentan geführte Diskussion über die Proteste gegen die Startbahn-Verlängerung zur Sprache, die sich laut Flughafen-Chef Schumacher in Grenzen halten.

"Welch eine wunderschöne Region ist diese Gegend um Frankfurt-Hahn", schwärmte Khaled Samy, der zur Präsentation einer neuen Flugverbindung zwischen dem Hunsrück und Ägypten in den Hochwald gekommen war. Trotz des reichlich durchwachsenen Wetters genoss der an sonnige Sandstrände gewöhnte Inhaber und Geschäftsführer von Skymax Travel Group besonders den Ausblick übers Nebel verhüllte Dhrontal weit hinüber zum Erbeskopf. Khaled Samys Skymax mitsamt seiner traditionellen Reisemarke "Flash" gilt in Ägypten als führendes Touristik-Unternehmen. Wenn "Flash-Airlines" am 23. Dezember die neue Flugroute nach Hurghada eröffnet, dürfen sich preisbewusste Ägypten-Fans aus deutschen Landen auf Ferienschnäppchen freuen. Bis Mai 2004 wollen sie im zweiwöchentlichen Turnus rund 1200 Personen befördern. Auch Jörg Schumacher, Geschäftsführer der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH, freut sich, nun mit Ägypten "ein weiteres beliebtes Ferienzielgebiet noch vor den Weihnachtsfeiertagen auf unserem Flugplan zu haben". Skymax Travel sei der erste Veranstalter, der von Hahn aus regelmäßig ein höchst attraktives Reiseziel außerhalb Europas anfliegt. Gemeinsam mit Co-Geschäftsführer Andreas Helfer betrachtet Schumacher die neue "Skymax-Connection" als wichtigen Faktor für die kontinuierliche und konsequente Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts auf dem Hahn. Und Morbachs Bürgermeister Gregor Eibes rühmte im Hinblick auf den ökonomischen Höhenflug: "Der Airport Hahn ist ein Diamant!" Für die Verbandsgemeinde Thalfang konstatierte Bürgermeister Hans-Dieter Dellwo gleichfalls ein großes Einverständnis mit den Zielen der Flughafen-GmbH, zumal sich Schumacher und Helfer verstärkt um die touristische Vermarktung attraktiver Ziele im Hunsrück einsetzen wollen. Über die Startbahnverlängerung äußerte Jörg Schumacher die Erwartung, dass voraussichtlich 2005 oder 2006 die jetzigen Pläne realisiert sein dürften. Und weil sich anders als in den Ballungsräumen Rhein-Main oder Rhein-Ruhr der Protest gegen Fluglärm in Grenzen hält - allein schon aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte - werde dieser Komplex auf längere Sicht wohl keine besondere Rolle spielen. In Anbetracht der vorhandenen Nachtflugerlaubnis sehen Schumacher und Helfer gute Chancen dafür, einen ansehnlichen Teil der demnächst in Frankfurt entfallenden Kapazitäten auf den Hunsrück-Airport zu übertragen.

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