Weg frei für Dorfmoderation

Mit Blick auf mehr Lebens qualität und eine Verbesserung des Ortsbildes hat sich Trittenheim für die Zukunft einiges vorgenommen. Im Rahmen einer Dorfmoderation sollen die ersten Konzepte nun auf solide - und vor allem fi nanzierbare - Füße gestellt werden.

Trittenheim. Erste Zielvorgaben sind bereits benannt. So soll die komplette Trittenheimer Ortdurchfahrt ein neues Gesicht erhalten und in nicht allzu ferner Zeit eine ansprechende "neue Dorfmitte" geschaffen werden. Parallel dazu arbeitet die Gemeinde an einer attraktiven und zukunftsfähigen Konzeption für das Moselvorland, worüber die alte Bausubstanz im Ort aber nicht vergessen werden soll.

Angesichts der Vielzahl der ins Auge gefassten Projekte, für die es Lösungen zu finden gilt, will der Gemeinderat das aber nicht im Alleingang schultern. In seiner jüngsten Sitzung hat sich das Gremium daher für den Einstieg in eine Dorfmoderation ausgesprochen.

Das über allem stehende Ziel lautet "Trittenheim hat Zukunft". Der Blick sei in die Zukunft gerichtet, sagt Ortsbürgermeister Helmut Ludwig zur Begründung. Er möchte unter anderem die Lebensqualität im Ort verbessern. Daher sollen auch die Einschätzungen der Bürger hinterfragt werden und miteinfließen in die Planung: "Die Moderatoren wollen mit den Bürgern die positiven Merkmale herausstellen, Defizite benennen und Ansätze zu deren Lösung aufzeigen."

Zuvor werde die Verwaltung schon einmal die Finanzierbarkeit prüfen und klären, inwieweit Förderprogramme in Anspruch genommen werden könnten. Unabhängig davon kontaktiert die Gemeinde bereits Planungsbüros. In der nächsten Sitzung werden sich vier Fachbüros vorstellen und dabei auch ihre Honorarvorstellungen beziffern.

Dass die Ratsentscheidung mit nur einer Gegenstimme gefallen ist, macht deutlich, wie sehr die zentralen Vorhaben den Ratsmitgliedern am Herzen liegen. So beinhaltet die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt, der Bundesstraße 53, laut Ludwig mehr als einen "wichtigen Ansatz zur Verbesserung der touristischen Erschließung". Die Gemeinde habe dabei auch die Lebensqualität der Anlieger und die Erreichbarkeit der Betriebe im Blick.

Neue Dorfmitte am Stefan-Andres-Brunnen



In eine ähnliche Richtung zielt die Idee, am Stefan-An dres-Brunnen eine neue Dorfmitte zu schaffen. Die Überlegungen angestoßen hat der Kauf zweier Grundstücke zwischen Laurentius- und Spielesstraße. Bei der künftigen Gestaltung setzt Ludwig auf die Bürger. Das Vorhaben solle möglichst breit diskutiert werden.

Was den Tourismus betrifft, kommt seiner Ansicht nach dem Moselvorgelände eine Schlüsselfunktion zu. In Rahmen einer Einwohnerbefragung sind die Bürger dazu bereits zu Wort kommen. Die Dorfmoderation kann daher anknüpfen an bereits benannte Wünsche und Erwartungen.

Etwas schwieriger dürfte es hingegen werden, verwaister Bausubstanz im Ort Herr zu werden. Ortsbürgermeister Ludwig spricht daher auch von einer "Herausforderung für die Zukunft, die Nutzung für Wohn- und Geschäftszwecke zu fördern."

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