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Wittlicher Ärzte operieren verletzte Kinder aus Angola

Wittlicher Ärzte operieren verletzte Kinder aus Angola

Auf Initiative der Organisation Friedensdorf International werden derzeit zwei Jungen aus dem krisengeschüttelten Angola im Wittlicher St.-Elisabeth-Krankenhaus behandelt.

Wittlich. Zwei acht- und fünfjährigen Jungen können heute wieder ausgelassen lachen. Die beiden Angolaner leiden an Verletzungen und Fehlstellungen der Knochen und werden seit einer Woche auf der Wittlicher Kinderstation behandelt. Das unfallchirurgische Team um Chefarzt Dr. Reiner Wirbel hat den älteren Jungen bereits einmal operiert. Weitere Eingriffe stehen bevor. Doch die Behandlung ihrer Verletzungen macht klare Fortschritte.
Sabine Zimmer, die im Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, sagt: "Sie haben trotz ihrer jungen Jahre Schlimmes erlebt." Dank der Unterstützung des Friedensdorfes konnten die Kinder nach Deutschland gebracht werden, um medizinisch versorgt zu werden. Ohne sachgemäße Versorgung wären irreversible Schäden unvermeidlich, meint Zimmer weiter. Die beiden würden die Zuwendung der Ärzte, Schwestern und ehrenamtlichen Betreuer in Wittlich sichtlich genießen. Stationsleiterin Birgit Krewer sagt: "Sie freuen sich über jeden kleinen Fortschritt und sind wie ein fröhlicher Wirbelwind auf unserer Station." Seit der Gründung 1967 kümmert sich Friedensdorf International um verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten.
Viermal im Jahr unternimmt die Organisation Hilfseinsätze und betreut 300 Kinder aus 15 Nationen gleichzeitig in Deutschland. Die Unfallchirurgie am Verbundkrankenhaus ist seit 1998 Kooperationspartner und hat bereits 20 Kinder operiert. red