Wohnhaus in Maring brennt komplett aus

Wohnhaus in Maring brennt komplett aus

Am Montagmittag ist ein Wohnhaus in Maring bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Eine angrenzende Scheune wurde ebenfalls beschädigt. Die Brandursache sowie die genaue Schdenshöhe sind derzeit noch unklar. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Maring-Noviand. Rauchsäulen steigen hoch über Maring, in der Ortsmitte lodern offene Flammen aus den Fenster und dem Dachstuhl eines Wohnhauses. 92 Feuerwehrleute kämpfen gegen das Feuer, das gegen 14.45 Uhr ausgebrochen ist. "Vermutlich ist das Feuer im Wintergarten des Wohngebäudes ausgebrochen", sagt Karl-Heinz Hepp, Pressesprecher der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues. Von dort aus habe es sich auf das gesamte Wohngebäude und auf den Dachstuhl des Hauses sowie eine benachbarte Scheune ausgebreitet. Aus zwei weiteren Wohnhäusern, die an das brennende Gebäude angrenzen, dringt Rauch. Es bleibt im ersten Moment unklar, ob die Flammen auf die benachbarten Gebäude übergeschlagen sind oder ob lediglich der Rauch durch die Häuser zieht.

Das brennende Anwesen wird eingegrenzt von der Hauptstraße, der Backesgasse und der Liesertalstraße. Direkt gegenüber der Hauptstraße befindet sich das Feuerwehrhaus der Maringer Feuerwehr. Von allen Seiten, auch von einer Drehleiter aus, versuchen die Feuerwehrleute, den Brand zu löschen. Immer wieder schlagen die Flammen aus dem Dachstuhl und den Fenstern des Hauses. Ein Teil der Hauptstraße wird mit Bändern abgesperrt: Eine Straßenlampe, die am brennenden Haus befestigt ist, droht abzustürzen. Erst nach zwei Stunden ist der Brand unter Kontrolle.

Wie die Polizei in einer Pressemitteilung bekanntgibt, lebt ein älteres Ehepaar in dem Gebäude, in dem der Brand ausgebrochen ist. Die Ehefrau befindet sich wegen einer Erkrankung derzeit im Krankenhaus. Der Ehemann wird vorläufig bei Bekannten im Ort untergebracht. Thomas Edringer, Wehrleiter der VG Bernkastel-Kues, bezeichnet das Brandgebäude als "Totalschaden." Eine benachbarte Scheune wurde ebenfalls erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Ein angrenzendes Wohngebäude ist derzeit wegen Umbauarbeiten unbewohnt. In diesem Haus ist durch das Löschwasser Schaden entstanden, sagt Edringer. Ein weiteres angrenzendes Fachwerkhaus sei ohne Schaden davongekommen. Nach der Lüftung und dem Anschluss an das Stromnetz sei das Gebäude wieder nutzbar. Elektriker des RWE hatten zuvor die vom Brand betroffenen Häuser vom Stromnetz abgehängt.

Die Brandursache ist derzeit unklar. Eine Anwohnerin teilte der Polizei mit, sie habe Qualm aus dem Schuppen wahrgenommen und danach einen Knall gehört. Dann habe der Schuppen in Brand gestanden. In einer ersten Meldung schätzte die Polizei den Sachschaden auf 150 000 Euro. Wehrleiter Edringer geht später von einem höheren Schaden aus, kann die genaue Höhe jedoch nicht angeben. Insgesamt waren 92 Feuerwehrleute der Wehren Maring, Noviand, Lieser, Kesten, Wittlich und Kues vor Ort. Verletzt wurde niemand.