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Neue Aufgaben für die Dachmarke

Bernkastel-Wittlich. Die Regionalinitiative Mosel soll eine andere Struktur bekommen. Über die Zukunft der Organisation und die Gründung eines Vereins soll der Kreistag entscheiden. Von Petra Willems
Petra Willems

Die gelbe Moselkrone als Logo der Regionalinitiative Mosel (siehe Info) hat vielleicht schon bald ausgedient. Denn die Initiative, ein Zusammenschluss aus kommunalen Trägern und Vertretern aus Wirtschaft, Industrie und Gastronomie, ist in die Jahre gekommen, muss und will sich neu positionieren.

Die Initiative habe nicht den durchdringenden Effekt und die Reichweite, die man sich in den Gründungsjahren erhofft hatte, so die Begründung. Mit der Gründung eines neuen Vereins  – derzeitiger Arbeitstitel Faszination Mosel, angelehnt an die Kampagne „Mosel – Faszination Wein“ des Vereins Weinwerbung –, und der Sicherstellung einer dauerhaften Finanzierung einer Geschäftsstelle sollen die Bedingungen für den Neuanfang gemacht werden.

Die einzelnen Säulen des Vereins wie Wein, Tourismus, regionale Produkte, Gastronomie, Kultur, Weltkulturerbe Mosel sowie Natur und Landschaft sollen dabei eigenständig arbeiten. Die Kernaufgabe der neuen Regional­initiative soll künftig vielmehr in der Koordination und in der Vernetzung der verschiedenen Bereiche, Strategien und Leitlinien liegen, so die Zielsetzung. Das sei vor allem vor dem Hintergrund der verschärften und komplexen Wettbewerbsbedingungen wichtig, die eine Bündelung von Strukturen und Ressourcen zu größeren Einheiten für ein erfolgreiches Bestehen im Wettbewerb erforderlich machen.

Der Neuanfang muss von allen kommunalen Trägern beschlossen werden. Deshalb stand das Thema zuletzt auf der Tagesordnung des Kreisausschusses Bernkastel-Wittlich. Der Kreisausschuss hat nach langer Diskussion allerdings keine Beschlussempfehlung an den Kreistag abgegeben und das Thema direkt dorthin verwiesen. Der Kreistag soll in seiner Sitzung am Montag, 10. Dezember, darüber entscheiden. Der Ausschuss hat dem Kreistag noch die Maßgabe mit auf den Weg gegeben, eine zeitliche Begrenzung der Arbeit des neuen Zusammenschlusses auf zunächst  fünf Jahre zu befristen. Eine kürzere zeitliche Begrenzung auf zum Beispiel drei Jahre hält das Gremium nicht für sinnvoll. „Man muss auch Zeit haben, etwas entwickeln zu können“, sagte Bettina Brück (SPD).