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Straßenbau
Das könnte durchaus kompliziert werden

So sieht es aus, wenn auf der A 60 etwas passiert: Alles kracht durch die Dörfer im Nimstal, wie hier im August in Lasel.
So sieht es aus, wenn auf der A 60 etwas passiert: Alles kracht durch die Dörfer im Nimstal, wie hier im August in Lasel. FOTO: Fritz-Peter Linden
Nimsreuland/Lasel. Kurzes Stück, lange Umleitung: Im Nimstal wird die Landesstraße 5 erneuert. Problem: Passiert etwas auf der A 60, kann sie nicht als Ausweichstrecke genutzt werden. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Da sollte wohl besser in der nächsten Zeit nichts auf der Autobahn passieren: Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein lässt von Montag an die Landesstraße 5 im Nimstal erneuern. Genau die Straße also, die in den vergangenen Wochen immer wieder stark belastet wurde: Wenn auf der A 60 mal wieder ein Lastwagen-Gespann einen Unfall hatte und rund um die dortige Baustelle alles blockierte (der TV berichtete mehrere Male).

Die Erneuerung muss aber sein: Die kurvenreiche Straße durch das Nimstal, zwischen Schönecken und Lasel zerkratert wie die Mondoberfläche, „ist richtig kaputt“, sagt Josef Arens vom LBM. Also werde sie erneuert, und zwar in zwei Schritten. Erster Abschnitt: von Nimsreuland bis Lasel, etwa vier von acht lädierten Kilometern. Bis, voraussichtlich (wie immer) drei Tage vor Heiligabend, so Gott und Wetter wollen.

Der Ausbau-Abschnitt und die Umleitung. Links zu sehen: Die A 60.
Der Ausbau-Abschnitt und die Umleitung. Links zu sehen: Die A 60. FOTO: TV / Scheidweiler, Jonas

Vor mehr als 20 Jahren, sagt Arens, habe man der Straße einen neuen, sogenannten Dünnschichtbelag verpasst. Der aber habe sich inzwischen „in seine Bestandteile aufgelöst“. Also würden jetzt rund vier Zentimeter weggefräst, von der obersten Deck- und der darunter liegenden Binderschicht: Sie verbindet, wie die Leberwurst die Brotscheiben, die obere und darunter liegende Tragschicht miteinander.

Weil aber die L 5 die, neben der Autobahn, kürzeste Verbindung zwischen Bitburg und Prüm ist, wird die Umleitung während der Arbeiten etwas kniffliger – sie verläuft auf den Landesstraßen 33, 32 und 10 über Neustraßburg, Seiwerath und Schönecken (siehe Grafik).

Allerdings habe man, sagt Arens, auch Vorkehrungen getroffen für den Fall eines größeren Unglücks auf der Autobahn – vor allem, wenn sie deswegen in beide Richtungen gesperrt werden müsse: „Dann müssen wir reagieren. Dann kann man zur Firma Köppen sagen: Fahrt den Fertiger zur Seite, wir leiten um.“ Und dann werde der Verkehr eben durch die L 5-Baustelle geführt.

Den zweiten Abschnitt bis Schönecken werde man nächstes Jahr in Angriff nehmen, Kosten für beides: 600 000 Euro.

Noch einmal gut 500 000 Euro investiert man dann ganz in der Nähe: in Lambertsberg und Plütscheid. In beiden Dörfern sollen die Ortsdurchfahrten erneuert werden, in Lambertsberg bereits von Montag an, ebenfalls bis kurz vor Weihnachten: Auch dort ist dann eine Umleitung eingerichtet. Plütscheid folgt dann im kommenden Jahr.

Alle Straßenvorhaben, sagt Josef Arens, standen zunächst nicht im Landeshaushalt. Anfang des Jahres aber habe Mainz gefragt, wo man noch sogenannte Schnellläufermaßnahmen vornehmen müsse. „Und die“, sagt Arens, „können wir jetzt umsetzen.“ Also los.