Auf Biegen und Brechen

Zum Artikel "Nicht der Totengräber sein" (TV vom 2. Februar):

Es ist doch immer wieder erstaunlich zu lesen, dass verdiente Ratsmitglieder sich nicht in der Gemeindeordnung (Paragraf 33) und in der Mustergeschäftsordnung (Paragraf 19), die Teil des Kommunalbreviers sind, auskennen. Doch das ist nur eine Irritation, die mir als engagierter Bürgerin Kopfschütteln verursacht. Es steht sicher außer Diskussion, dass keiner etwas gegen das Handwerk und die Ansiedlung von Betrieben hat. Wir alle brauchen Arbeitsplätze und müssen solche Unternehmen unterstützen, die hier innovativ unterwegs sind. Doch, wenn immer ein möglicher Handwerkerpark im Mattheiser Wald als Retter des örtlichen Handwerks herhalten muss, ist das mehr als bedauerlich. Wir haben viele alternative Standorte innerhalb von Trier - das wissen auch die entsprechenden Fachleute. Hier nur ein Beispiel: Vor einigen Tagen bekam ich das Bürgergutachten Trier-West/Pallien in die Hände: Da liest man unter anderem, dass der Arbeitskreis "Verkehr und Wirtschaft" sich nicht der Auffassung der Experten der Stadtverwaltung anschließt, dass sich die Erschließung eines Gewerbe- und Handwerkerparks ausschließlich an den Grundstückspreisen orientieren sollte, wobei der Unterschied zwischen 35 (Feyen) und 40 Euro pro Quadratmeter (Trier-West) der Arbeitsgruppe nicht als wesentlich erscheint. Als Bürgerin hat man den Eindruck, der Handwerkerpark Feyen ist ein Prestigeprojekt einer bestimmten Partei im Stadtrat, das es auf Biegen und Brechen durchzusetzen gilt, auch wenn dadurch "die Luft in der Trierer Innenstadt sicher nicht besser würde". Das kann man jetzt verstehen wie man will. Aber da haben wir schon wieder ein neues Thema. Claudia Jaskowski, Trier

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