"Da brennt mir die Sicherung durch"

"Da brennt mir die Sicherung durch"

TRIER-FEYEN-WEISMARK. Die geplante Änderung der Weismark-Anbindung an das Verkehrsnetz der Stadtwerke-Busse hat die Männer und Frauen des Stadtteils getroffen. Zu einer Infoveranstaltung mit der neu formierten "Bürgerinitiative Busanbindung Weismark" (BBW) kamen 80 überwiegend ältere Stadtteil-Bewohner.

Kein gutes Haar am Management der Trierer Stadtwerke ließen die 80 Weismark-Bewohner bei einer Infoveranstaltung der "Bürgerinitiative Busanbindung Werkmark" (BBW) in den Aulbachstuben im Südbad-Restaurant. Verantwortliche sollten Verbindungen selbst testen

Eingeladen hatte die jüngst formierte BBW mit Heidi Schmitt und Rainer Lehnart an der Spitze. Letzterer begrüßte die Gäste und erläuterte das für die Weismark-Bewohner äußerst unbefriedigende, für einige "Besorgnis erregende" Vorhaben der Trierer Stadtwerke, ab dem 7. Januar 2007 zum Start des neuen Fahrplans keine direkte Busverbindung in die Saarstraße und darüber hinaus zu den City-Haltepunkten Stresemannstraße, Nikolaus-Koch-Platz und Treviris-Passage anzubieten (der TV berichtete). Diejenigen, die so eine Entscheidung träfen, sollten sich selbst mal mit einem Rolator auf den Weg machen und die angedachte Busverbindung ausprobieren, beschwerte sich eine ältere Dame. Eine gewachsene Verbindung zu kippen, sei ein "Hirngespinst", erzürnte sich ein Mann: "Mir brennt da die Sicherung durch." Als Quelle allen Übels sahen die Männer und Frauen die für den Schwerverkehr gesperrte und auf 2,50 Meter höhenbegrenzte Aulbachbrücke. Vielleicht täte es ja auch eine kleinere und nicht so kostenaufwändige Sanierung (Lehnart sprach von drei Millionen Euro), schlug ein Mann vor. Auch an anderen Stellen in Trierer Straßen reiche es aus, "Schlaglöcher bloß zuzuschmieren". "Fast 50 Jahre lang wurde nichts gemacht"

Jetzt räche sich, dass in den vergangenen 50 Jahren "fast nix gemacht wurde", machte ein Weismark-Bewohner seinem Ärger über die Verantwortlichen Luft und zog in Zweifel, dass diese die Sanierung tatsächlich wollten. Bei dem Treffen ging es auch darum, Leute zu finden, die in der BBW aktiv mitarbeiten möchten, betonte Rainer Lehnart. Folgende "Aktivisten" erklärten ihre Bereitschaft, als Ansprechpartner für besorgte Bürger da zu sein: Heidi Schmitt, Am Bildstock 50; Margret Wasser, Im Griffenborn 2; Gisela Christen, Bornewasserstraße 8; Ursula Wüst, Bornewasserstraße 12; Gottfried Bender, Zum Pfahlweiher 16; Günter Sänger, Bornewasserstraße 13; Uschi und Paul Georg Schmitt, Kyrianderstraße 1. Rainer Lehnart kündigte an, sich aus der ersten Reihe zurückzuziehen. Knapp 500 Unterschriften habe man mittlerweile zusammen. Das Ergebnis wolle man Oberbürgermeister Helmut Schröer übergeben.

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