Eigene Stelle für Seelsorge

TRIER. (LH) Für das Elisabeth-Krankenhaus hat der evangelische Kirchenkreis Trier jetzt einen eigenen Pfarrer: Dirk Breidenbach wurde als Pastor im Sonderdienst für die Krankenhaus-Seelsorge und für die Notfallseelsorge eingeführt.

So voll wie am Sonntagnachmittag ist die Kapelle des evangelischen Elisabeth-Krankenhauses normalerweise nicht. Der Grund: Der Pfarrer im Sonderdienst, Dirk Breidenbach (42), wurde von Superintendent Christoph Pistorius in sein Amt als Krankenhaus-Seelsorger eingeführt. Die Aufgabe als Krankenhaus-Seelsorger haben sich die Trierer Pfarrer bislang untereinander aufgeteilt, weil es einen eigenen Pfarrer dafür nicht gab. Die Krankenhaus-Seelsorge sei zu wichtig, um ständig nebenbei besorgt zu werden, unterstrich der Superintendent in seinem Grußwort in der kleinen Feierstunde im Anschluss an den Gottesdienst.Mitarbeit als Notfallseelsorger

Daher sei er froh, dass man eine eigene Stelle habe an Land ziehen können. Schwerpunkte in Breidenbachs Arbeit sind die Seelsorge an Patientinnen und Patienten des Elisabeth-Krankenhauses, die ehrenamtlichen Kräfte des Krankenhaus-Besuchsdienstes zu schulen und regelmäßig Krankenhausgottesdienste zu halten. Ebenfalls zu den Aufgaben des neuen Pfarrers gehören Planung und Organisiation von Seminaren für Angestellte des Krankenhauses sowie die Mitarbeit als Notfallseelsorger. Als Notfallseelsorger begleitet Breidenbach die Einsätze der Feuerwehren, Rettungsdienste und sonstigen Hilfsorganisationen bei Unfällen und Unglücken. Von katholischer Seite ist mit Pater Johannes ein Krankenhaus-Seelsorger bereits vorhanden. Und obwohl er schon länger tätig sei, habe Breidenbach ihm zumindest Folgendes voraus: Die offizielle Einführung in seine Tätigkeit und auch eine Urkunde darüber. Diesbezüglich habe er von seiner "obersten Heeresleitung noch nichts gehört", scherzte Pater Johannes in seinem Grußwort und hatte die Lacher auf seiner Seite.Aus Westfalen an die Mosel

Pfarrer Dirk Breidenbach, bisher ausschließlich in Nordrhein-Westfalen tätig, dankte für die herzliche Aufnahme in Trier, "die mir sehr gut getan hat." Er hoffe, davon ein Stück bei seiner täglichen Arbeit zurückgeben zu können.

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