Kultur als Standortfaktor

TRIER. Die City-Initiative will sich nicht auf dem Erfolg des vergangenen Jahres ausruhen, sondern strebt weiterhin nachdrücklich die Verbesserung der Situation des Einzelhandels in Trier an. Für dieses Jahr sind unter anderem vier verkaufsoffene Sonntage geplant. "Trier nachtaktiv" entfällt allerdings.

Einkaufen und Schlemmen ab 24 Uhr - dieses Erlebnis bieten die Kaufleute den Kunden nicht mehr an. Die vom Regen verwässerte und deshalb geschäftlich nicht sonderlich erfolgreiche Zweitauflage in 2004 findet keine Wiederholung. Stattdessen verständigten sich die Mitglieder am Montagabend bei der Jahresversammlung im IHK-Tagungszentrum auf einen Ostermarkt/Osterfestival am 13. März sowie drei weitere verkaufsoffene Sonntage am 29. Mai, 30. Oktober (Mantelsonntag) und 27. November (Weihnachtsmarkt). Ferner sollen die Unterstützung der "Antiken Nacht" im Rahmen der Antikenfestspiele, ein "Tag der Luxemburger" und "Trier spielt" helfen, die Umsätze anzukurbeln. In der harmonischen Versammlung blickte der Vorsitzende Hans P. Schlechtriemen auf ein erfolgreiches, weil umsatzstarkes Jahr zurück und würdigte insbesondere die Landesgartenschau als einmaliges Zugpferd für den Handel. "Die LGS wird nachwirken." Erstmals beantragte die City-Initiative vier verkaufsoffene Sonntage - und lag damit goldrichtig, denn von den rund 900 Millionen Euro Jahresumsatz entfielen allein 6,2 Millionen auf die zwei LGS-Sonntage. Schlechtriemen hob auch die große "Park&Ride-Aktion" hevor, die das beste Ergebnis seit 1995 verzeichnet habe. Wirtschaftsdezernentin Christiane Horsch appellierte an die Einzelhändler, sich auf die Stärken Triers zu besinnen "und in Zeiten knapper Kassen Geld für die Kultur auszugeben, denn das ist ein Wachstumsbereich". Diesen Ball nahm der neue Theaterintendant Gerhard Weber gerne auf. Erstmals bei der City-Initiative zu Gast, erläuterte er das Theater-Programm, warb eloquent darum, Kultur als Standortfaktor zu begreifen und stellte verschiedene Sponsoringmodelle vor.