Schlag ins Gesicht

Zu unserem Bericht "Drei Fragen an... den Geschäftsführer des Diakonischen Werks in Trier".

"Stark für Andere, das ist das Motto der Diakonie." Ausgenommen die Anderen, die in Trier-West wohnen. Oder wie ist die Aussage von Herrn Baumgarten zu verstehen: "Und die Richter haben klar gemacht, dass es nicht sein darf, dass Familien aus guten Vierteln nach Trier-West ziehen müssen, weil da die Mieten billiger sind." Diese Aussage ist ein Schlag ins Gesicht der Menschen, die in Trier-West leben. Ich selbst wohne mit meiner Familie in Trier-West wie auch viele unserer Freunde und Bekannten, nicht weil wir aus finanziellen Gründen dazu gezwungen wären, sondern weil wir uns alle hier sehr wohl fühlen. Für Herrn Baumgarten ist Trier-West also ein Stadtteil, der Familien aus guten Vierteln der Stadt nicht zugemutet werden darf, weil dort die Mieten möglicherweise billiger sind, was ich nicht unbedingt als Nachteil für diesen Stadtteil betrachte. Und wieder einmal wird Trier-West mit seinen Bürgerinnen und Bürgern verbal ins soziale Abseits katapultiert. Will Herr Baumgarten mit seiner Aussage alle Menschen in Trier-West diskreditieren? War Herr Baumgarten in den vergangenen Jahren überhaupt einmal in Trier-West? Ich denke nicht, denn sonst hätte er diese Aussage wohl nicht getroffen. Die Menschen in Trier-West, ob sie nun hier wohnen, weil sie sich nur günstigen Wohnraum leisten können, oder weil sie sich einfach hier nur wohl fühlen, haben solche Aussagen nicht verdient. Theo Trierweiler, Trier