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Verbandsgemeinderat Wasser Abwasser Schweich

Kommunalpolitik : Viele Haushalte zahlen 50 Euro mehr 

Die Bürger der VG Schweich müssen mehr fürs Wasser hinblättern. Dennoch ist der Bezug so günstig wie sonst nirgends im Kreis.

Etwa 50 Euro mehr muss eine vierköpfige Familie aus der Verbandsgemeinde (VG) Schweich  im Jahr 2018 für den Bezug von Frischwasser zahlen. Der Verbandsgemeinderat hat am Mittwochabend eine Erhöhung des Kubikmeterpreises von 1,10 auf 1,15 beschlossen.

Bereits im Herbst 2016 hatte sich der Rat angesichts steigender Investitionen im Wasserbereich darauf verständigt, die Gebühren stufenweise in Fünf-Cent-Schritten zu erhöhen. Und zwar von 1,10 Euro (2017) über 1,15 Euro (2018) bis auf 1,20 Euro (2019). Der „Wiederkehrende Beitrag“, mit dem die Fixkosten beim Wasserwerk abgedeckt werden, bleibt bei 96 Euro jährlich für einen Normalhaushalt.

Die Abwassergebühr beträgt einschließlich der Abwasserabgabe 2,33 Euro pro Kubikmeter.  Nach Mitteilung von Bürgermeisterin Christiane Horsch hat die VG Schweich die niedrigsten Wasser- und Kanalgebühren  im Kreis Trier-Saarburg. Ein Haushalt mit 140 Kubikmeter Trinkwasserbezug und einem 600 Quadratmeter großen Grundstück bezahlt alles in allem etwa 4,70 Euro pro Kubikmeter. Die zweigünstigste VG nimmt 4,81 Euro, die teuerste 7,48 Euro. 2018 plant das Wasserwerk Investitionen von 2,2 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte des Geldes fließt in Ortsnetze.

Das Abwasserwerk möchte 3,5 Millionen Eiro ausgeben. Schwerpunkte sind auch hier die Ortsnetze (2,275 Millionen Euro), 310 000 Euro fließen in die Kläranlagen Riol und Leiwen.

Wie die Bürgermeisterin im Rat ankündigte, soll in der Februar-Sitzung ein Beschluss zum Neu- und Umbau des Rathauses der VG in Schweich gefasst werden. Wie die Verwaltungschefin sagte, soll das „komplette Raumprogramm am bestehenden Standort verwirklicht werden“.

Die Fitnessstation an der Finnenbahn oberhalb von Mehring und Pölich wird noch attraktiver. Der Verbandsgemeinderat hat der Interessengemeinschaft, die die Anlage ehrenamtlich unterhält, eine Zuwendung über 5000 Euro zugesprochen. Das Geld stammt aus dem Fördertopf Regenerative Energien. Darin zahlen Kommunen ein, die Pachteinnahmen aus Windrädern und Solarparks haben. Gefördert werden überwiegend touristische Projekte. An der Finnenbahn wird 2018 unter anderem eine Bio-Toilette eingebaut, ferner werden zwei neue Fitnessgeräte, Bänke und Infotafeln aufgestellt. Der gesamte Holzhackschnitzelbelag der Laufbahn soll erneuert werden.

Vom Rat abgesegnet wurden auch zwei Feuerwehrprojekte: der Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Issel (Kosten rund 135 000 Euro) und die Errichtung von Absauganlagen für das Feuerwehrgerätehaus in Schweich (22 000 Euro). Beschlossen wurden ferner der Wirtschaftsplan der Tourist-Information Römische Weinstraße für das Geschäftsjahr 2018. Viel Lob gab es für die rege Beteiligung von Jugendlichen aus der VG am Bundesprogramm „Demokratie leben - Partnerschaft für Demokratie“.