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Kolumne Viez-Jupp: Wenn ich mal sauer bin ...

Kolumne Viez-Jupp : Wenn ich mal sauer bin ...

Eigentlich bin ich ja ein Gemütsmensch. „Zahm wie ein Lamm“, pflegt meine Bärbel mich oft zu charakterisieren (auch wenn sie damit eher den Drang meiner Bemühungen zum Erledigen von Tätigkeiten im Haushalt meinen dürfte).

Aber diese Woche ist mir gleich mehrfach die Hutschnur hochgegangen. Am Montagabend wollte ich als Fußgänger die Südallee an der Saarstraßen-Kreuzung in Richtung Saarstraße überqueren. Ich warte aufs Ampel-Grün, da kommt aus Richtung Mosel ein Kleinwagen angebraust. Der Fahrer gibt 30 Meter vor der Ampel noch mal richtig Gas und brettert über den Überweg, als ich schon grün habe – und er knallrot. Tags darauf: Ich will eine Seitenstraße überqueren, muss aber abrupt stoppen, weil von links ein Blondchen mit einem SUV abbiegt. Ohne Blink­signal, aber mit Handy am Ohr. Ich konnte ihr nicht mal einen Vogel zeigen, so geschockt war ich. Aber vermutlich hätte sie mich in ihrer Wagenburg ohnehin nicht wahrgenommen. Donnerstag: Auf dem Gehweg kommt mir ein Radfahrer entgegen. Ich weise ihn recht höflich darauf hin, dass er, wenn er sich nicht mit dem Rad auf die Straße traut, doch zu Fuß gehen soll. Seine Reaktion: „Halt’s Maul!“

Die Krönung am Freitag. Ich stehe um 13.20 Uhr, also außerhalb jeglicher Lieferverkehrszeit, mit einer Bekannten in der Sim, Höhe Sparkasse, da kommt aus dem Margaretengässchen mit Karacho ein LKW eines Entsorgungsunternehmens um die Ecke. Ungerührt bahnt sich der Fahrer den Weg Richtung Hauptmarkt – durch die Fußgängerzone, und alle machen schön Platz. Gut eine Viertelstunde später kommt er wieder zurück, mit einem Container beladen. Den Ärger musste ich mir am Abend mit viel Viez wegspülen.

Hoffe, ich bin nächste Woche wieder besser drauf. Prost!