Volksfest: Zurlaubens 63. Moselfest kann kommen

Volksfest : Zurlaubens 63. Moselfest kann kommen

Stadt verspricht Baustellen-freie Festmeile. Der Organisator ist zufrieden, aber der Programmmacher hat noch Gesprächsbedarf.

„Das Moselfest 2018 fällt ins Wasser“ – dieses Gerücht macht derzeit die Runde. Angeblicher Grund: Die Großbaustelle, die Zurlauben seit nunmehr anderthalb Jahren fest im Griff hat.

Bauarbeiten kontra Traditionsfest. Was ist dran? „Nichts mehr“, sagt Christian Reichert, seit 2004 Cheforganisator des vom MGV Zurlauben 1896 und der Karnevalsgesellschaft Wieweler veranstalteten Zurlaubener Heimatfestes, das im Volksmund nur Moselfest heißt. „Die Stadt hat Ende letzter Woche zugesagt, dass rechtzeitig klar Schiff sein wird. Damit können unsere Vorbereitungen nun in die heiße Phase gehen.“ Der 44-Jährige zeigt sich „sehr optimistisch“, dass die 63. Fest!auflage vom 6. bis 9. Juli problemlos über die Bühne gehen kann; „Vor einer Woche hatte ich noch ein eher mulmiges Gefühlt.“ Bis zum klärenden Gespräch mit dem Tiefbauamt, das die Bauarbeiten koordiniert.

Amtsleiter Wolfgang van Bellen bestätigt auf TV-Anfrage, dass die Stadt alles daran setze, der Großveranstaltung nicht noch einmal  in die Quere  zu kommen. 2017 hatte es wegen der fünf Millionen Euro schweren Sanierung des Hochwasserschutzdamms und diverser daran angeschlossener Bauprojekte lediglich ein „Moselfest light“ gegeben, mit vielen Absperrungen und ohne Feuerwerk. Diesmal  soll die 400 Meter lange Festmeile zwischen Kaiser-Wilhelm-Brücke und Ex-Kabinenbahn-Gelände komplett runderneuert und uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Bis dahin sei aber noch einiges an Arbeiten zu erledigen. Bis Anfang Juni zum Beispiel steht die Pflasterung am Georg-Schmitt-Platz auf dem Programm, anschließend erhält der Uferweg eine neue Asphaltdecke. Parallel dazu laufen weiter nördlich Richtung Jugendherberge Leitungsarbeiten und Wegebau. Was nicht bis Ende Juni abgehakt werden kann, wird erst nach dem Fest wieder aufgenommen.

Damit sieht Reichert die Grundlage gegeben, die Vorbereitungen auf die Zielgerade zu bringen und die Verträge an die Betreiber der etwa 60  Getränke- und Essensstände (vorwiegend Trierer Vereine) zu schicken.

Also alles in Butter in Zurlauben? Noch nicht ganz. Matthias Sonnen, der für das Musikprogramm zuständig ist, hält sich noch völlig bedeckt. „Ich kann – Stand jetzt – noch gar nichts sagen“, antwortet der 63-jährige Gastronom und Eventmacher auf die Frage, welche Bands spielen und ob er an eine Fortsetzung des sonntäglichen Electronic-River-Festivals denke. Grund: Die baulichen Veränderungen am Zurlaubener Moselufer, die mit der Dammsanierung einhergegangen sind – möglicherweise zu Lasten der bisherigen Anordnung von Ständen. Da sieht Sonnen noch Gesprächsbedarf.

Optimistisch: Moselfest- Cheforganisator Christian Reichert. Foto: Trierisher Volksfreund/Roland Morgen

Wichtige Fest-Eckdaten stehen indes fest: Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 6. Juli, 18.30 Uhr. Und tags darauf zünden die Zurlaubener nach einjährige Abstinenz wieder ein Feuerwerk.