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Hospizarbeit
Laufschuhe schnüren und Solidarität zeigen

Trier. Der Kinder-Lebens-Lauf des Bundesverbandes Hospiz macht heute in Trier Station. Ein Nestwärme-Infostand  ist an der Porta Nigra.

Der Nestwärme-Kinderhospizdienst ist Teilnehmer am Kinder-Lebens-Lauf, einer Kampagne des Bundesverband-Hospiz-Vereins. Es handelt sich bei dem Kinder-Lebens-Lauf um eine  Reise von Kinderhospiz zu Kinderhospiz –  über 6000 Kilometer in 132 Tagen einmal rund um Deutschland.

Wer mag, kann sich hierbei mit betroffenen Familien solidarisch zeigen und in die  Lauf- oder Wanderschuhe steigen. Tausende von Kilometern sollen  dabei bewältigt werden, Rollstühle werden neben Inline Skates fahren, Kranke und Gesunde ein Stück gemeinsamen Wegs zurücklegen.

 In Anlehnung an das olympische Feuer findet der Kinder-Lebens-Lauf unter dem Zeichen des „Angels“ statt, der als Fackel von Läufer zu Läufer weiter gegeben wird.

Dieser Engel hat beim Bundesverband Kinderhospiz eine ganz besondere Bedeutung. Namensgeberin für diese Skulptur war die 17jährige Angelina, die 2013 an einem Hirntumor verstarb. Ihr Vater kreierte für seine „Angel“ die Engelsform, die er dem Bundesverband Kinderhospiz schenkte.   

 Am heutigen Donnerstag, 26. Juli, ist der Kinder-Lebens-Lauf in Trier und jeder ist willkommen, den Nestwärme-Kinderhospizdienst an seinem  Informationsstand zu besuchen und bei der Übergabe des „Angels“ an das Team des Nestwärme-Hospizdienstes und vielen weiteren Mitmachern, die Nestwärme mobilisiert hat, dabei zu sein.

Fachkräfte des ambulanten Kinderhospizdienstes werben für mehr Unterstützer in der Großregion Trier und sensibilisieren für das Thema ambulante Kinderhospizarbeit. Denn noch sind  die  Kinderhospizarbeit und die ambulante Unterstützung von betroffenen Familien und Kindern in der Region ein Tabu-Thema.

 In erster Linie wird Hospizarbeit mit dem Sterben von Kindern und mit traumatisierten Familien verbunden. Die Themen Lebensfreude, gemeinsames Lernen, miteinander wachsen, sich entwickeln, Respekt, Toleranz und Familie werden in der Regel nicht mit Kinderhospizarbeit in der Gesellschaft verbunden.

Nestwärme macht sich für diese andere Sichtweise stark und möchte aufklären. „Die Kinderhospizarbeit richtet auch an die Kinder, die eine lebensverkürzende Erkrankung haben, und unterscheidet sich maßgeblich von der Hospizarbeit mit älteren Menschen.  Die Familien mit lebensverkürzt erkrankten Kindern sind phasenweise extremen  Herausforderungen ausgesetzt.  Mit einer geschulten Kinderhospizschwester, die sie berät und in allen Phasen kompetent begleitet, hat die ganze Familie eine Chance, ihr Leben zu leben und zu gestalten wie jede andere Familie auch. Das ist doch eine wunderbare Aufgabe, beruflich wie im Ehrenamt“, so Elisabeth Schuh, Geschäftsführerin des Nestwärme-Kinderkompetenzzentrums und zweite Vorsitzende des Vereins  Nestwärme  Deutschland. 

 Programmplanung:  heute von  11 bis 14 Uhr  Nestwärme-Infostand am Porta-Nigra-Vorplatz; 11.30 Uhr: „Angel“-Übergabe“ von der Voretappe durch den Verein LaLeLu aus Bruchköbel an Nestwärme. Die  Fackel wird Richtung Haus der Familie getragen. Die Strecke verläuft über Simeonstraße, Sternstraße, Domfreihof und  Windgasse. Nestwärme übergibt den „Angel“  an die nächste Station in Bous (Kinderhospiz Heiligenborn).