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Da war es noch eine Übung

 Beim simulierten Rettungseinsatz sind die Helfer schnell zur Stelle, um sich um die Verletzten zu kümmern. Foto. privat
Beim simulierten Rettungseinsatz sind die Helfer schnell zur Stelle, um sich um die Verletzten zu kümmern. Foto. privat FOTO: (h_tl )
Igel. In Igel haben Einsatzkräfte einen Notfall auf der Bahnstrecke geübt.

Igel (red) Vor wenigen Tagen musste die Feuerwehr auf dem Güterbahnhof Trier-Ehrang ein Mädchen retten, das einen Stromschlag erlitten hatte. Wie solch ein Einsatz ablaufen soll, hatten eine Weile zuvor schon wenige Kilometer entfernt Einsatzkräfte geübt. Das Übungsszenario sah so aus: Kurz vor der Einfahrt eines Personenzugs in den Bahnhof Igel springen im Bereich der Straßenüberführung der Bundesstraße 49 zwei Personen von der Brücke auf den Zug.
Für die Feuerwehr bot sich folgende Lage: Nach einer Notbremsung kam der Zug kurz vor dem Bahnsteig im Bahnhof Igel zum Stehen. Durch die Notbremsung war ein Jugendlicher vom Dach des Zuges heruntergefallen und lag vor dem Zug im Gleisbett. Neben den Verletzungen durch den Sturz hatte er sich Stromverletzungen durch Berührung mit der Oberleitung zugezogen.
Durch die Notfallbremsung wurden zudem neun Reisende zum Teil schwer verletzt. Nachdem die ersten Patienten versorgt waren, berichtete der traumatisierte Lokführer von einer möglicherweise zweiten Person, die auch auf das Zugdach gesprungen wäre. Sofort wurde ein Erkundungstrupp mit dem Absuchen der Gleisanlagen beauftragt. Vor dem Haltepunkt wurde dann ein weiterer Schwerstverletzter gefunden und rettungsdienstlich versorgt. Außerdem gab es noch ein Feuer an der Lok.

Neben der von den Beteiligten als gelungen bezeichneten Übung für die Rettungskräfte galt es auch die Alarmierungs- und Kommunikationswege zwischen dem Zugpersonal, den Fahrdienstleitern in Konz und Wasserbillig über die Betriebszentrale der Deutschen Bahn in Frankfurt bis hin zu der Alarmierung der Rettungskräfte durch die Integrierte Rettungsleitstelle Trier zu überprüfen. Im Einsatz waren etwa 40 Mitglieder der Feuerwehren Igel, Langsur und Liersberg sowie zehn Rettungskräfte des DRK des Landkreises Trier-Saarburg und der Stadt Trier. Vor Ort waren ferner die Bundespolizei, Vertreter der DB Regio Trier sowie von der staatlichen Eisenbahngesellschaft Luxemburg (CFL). Die Verletztendarsteller wurden durch Mitglieder der Jugendfeuerwehren Igel und Langsur sowie des DRK gestellt.