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Der Stadtchronist ist wieder umtriebig

Der Stadtchronist ist wieder umtriebig

"Lerne deine Heimat kennen, damit du sie lieben kannst." Unter diesem Motto lädt Hillesheims Stadtchronist und Pfarrer i.R. Hermann Meyer (84) an vier Sonntagen im März ins Kulturhaus ein.

Hillesheim. Von wegen Ruhestand. Hillesheims Stadtchronist und Pfarrer i.R. Hermann Meyer kann und will es nicht sein lassen: sich um die Belange seiner geliebten Heimatstadt zu bemühen. Zuletzt hat er zwei neue Bildbände erstellt: "Wegekreuze und Kreuzwege im Hillesheimer Land" und "Die Narben der Eifel-Gesteinsabbau rund um Hillesheim".
Gemälde ergänzen Veranstaltung


Die Werke zeigen mit erläuternden Texten Altbewährtes, aber eben auch bedrohliche Entwicklungen. Im Gespräch mit dem TV erklärt Hermann Meyer sein Motiv. "In Anbetracht der vielen Menschen, die heute keine Heimat mehr haben, sollen wir dankbar sein, in unserer schönen, friedlichen Eifelheimat zu leben", sagt Meyer. Der gebürtige Hillesheimer hat sich jahrzehntelang mit der Geschichte seines Heimatortes beschäftigt. "Bereits als Zehnjähriger sammelte ich Hillesheimer Ansichtskarten und schrieb auf der Rückseite kleine Erklärungen dazu. Das Ganze band ich mit Mutters Zwirn aus dem Nähkasten zusammen", erinnert er sich. Später im Priesterseminar wurde eine wissenschaftliche Arbeit verlangt, die Hermann Meyer von der Pfarrei Hillesheim verfasste. Das weitete er Jahre danach auf die historische Entwicklung der gesamten Stadt aus. 1962 erschien die erste Ausgabe "Hillesheim - die Geschichte eines Eifelstädtchens". Es folgten mehrere Bildbände, wie "Hillesheim - vor der Sanierung" und "Hillesheim - nach der Sanierung". Der Autor, Ehrenmitglied im Eifelverein, möchte durch die Ausstellung die Hillesheimer Bevölkerung auf diese informative, wissenswerte Heimatliteratur aufmerksam machen. Dazu zählen auch das Heimatbuch von Hillesheim-Niederbettingen von Professor Matthias Weber und die Geschichtshefte Hillesheim-Bolsdorf von Josef Dissemond. Zudem hat Meyer jahrzehntelang Videoaufnahmen und DVD`s über gelebte Geschichte und unterhaltsame Ereignisse der Stadt gemacht. Dabei handelt es sich um Dokumentationen wie: vom ummauerten Bauerndorf zur Europäischen Beispielstadt, der historischen Stadtmauer, der katholischen Pfarrkirche St. Martin und Wanderungen durch die Eifel. An den vier Sonntagen gibt es ferner eine kleine Literaturausstellung, Filme und Infos von der Historischen Festwoche im Jahr 2001. Sie erinnern an den Gottesdienst mit vielen Akteuren an der Stadtmauer und themenbezogene Theateraufführungen. So leben die damals mit viel Engagement aufgeführten Stücke wieder auf. Im TV war zu lesen: "Es war ein Fest der Superlative mit vielen Attraktionen, vor allem ein Fest mit und von der Bevölkerung, über das man noch lange reden wird." Der Stadtchronist will, wie er sagt, mit Heimattagen zum einen "das Geschichtsbewusstsein der Bevölkerung stärken", zum anderen "Alteingesessene und Neubürger zusammenbringen".
Der Galerist Klaus Follmann stellt an den Heimattagen zudem einige Gemälde bekannter Maler wie Fritz von Wille zum Thema Eifel und Hillesheim aus. fs

Die Veranstaltungen im Kulturhaus sind am 1. März, 16 Uhr, 8. März, 15. März und 22. März jeweils ab 17 Uhr.