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Fremdwörterlexikon statt Gebetbuch

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KELBERG. (HG) Über 600 begeisterte Narren feierten die Prunksitzung der Karnevalsvereins Kelberg (KVK) und freuten sich über ein abwechlungsreiches Programm.


  

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"Heute geht die Post ab und tanzt der Bär, und das beim KVK, das ist doch klar", rief Sitzungspräsident Fritz Schmitt und behielt recht. Nicht einmal der Brand des Bühneninventars hatte den Verein in seiner Vorfreude auf den Karneval bremsen können. "Alles ist weg gebrannt und kaputt, sogar die Bütt war nur noch Schutt", bekannte Schmitt und gab den passenden Wahlspruch heraus: "Wir sind noch lange nicht abgebrannt". Musikalisch stimmte der Tambour- und Fanfarenzug Kelberg die Narren beim Einmarsch des Elferrates ein. Begeisternd wie immer waren auch die zehn Funken mit ihrem Gardetanz. Auch für den tänzerischen Nachwuchs ist in Kelberg gesorgt. Der stand ebenso wie das 13-jährige Funkenmariechen Jeanette Pantenburg in den Startlöchern und zeigte einen klassischen Gardetanz. Vielseitig sind beide Gruppen, denn als "Blue Devils" und "Blue Angels" kamen beide noch einmal mit weiteren Tänzen auf die Bühne. Zehn Damen, die früher in der Garde getanzt hatten, zeigten, was sie noch drauf haben. Sie traten eine folkloristische Weltreise an. Mit Blumen und Fähnchen für das Publikum feierten die "Schouten" Abschied. Für sie gab es eine Rakete wie auch für Pater "Tutti Absolvo" alias Pastor Joachim Wagner, der mit seinem Sündenstövchen vor ungewohnt vielen Schäfchen einmal "predigte". "Lasset und betteln" und "Do sin jo mein Schäfchen so sittsam und brav. Mir sin net in der Kirch he, also Schluss met dem Schlof": Das kam bei den jecken "Kirchenbesuchern" an. Als "Vater und Sohn" zogen Wilfried Schäfer und Peter Diewald einmal richtig über die Beamten von der Verbandsgemeinde her. Beispiel: Die Beamten der Verwaltung kommen und gehen durch die Hintertür. Die schließt aber nach 20 Sekunden automatisch, welcher Beamte schafft das schon! Noch mehr Neues aus Kelberg, dafür sind die Drei Zylinder (Dieter Reuter, Willi Scheid, Johannes Sicken) seit Jahren zuständig. Ja, es ist traurig, aber wahr: "In der Kelberger Kirch do is et immer kalt, wenn der Pastor predigt, dann stohn mir im Wald." Außerdem solle man besser statt des Gebetbuchs doch besser ein Fremdwörterlexikon mitbringen.

"De Martin" (Martin Korden) baute die Kelberger in seine Witze ein und gab als Zugabe einen Gesang auf den "arme Kelberger Elferat". Das "Pfiffige Kerlchen" (Jakob Saxler) zog über Ortsbürgermeister Blum und VG-Bürgermeister Häfner her und "Weltenbummler" Rainer Roos berichtete aus seinem Polizeialltag. Weiterer Höhepunkt war der Auftritt des Männerballetts, das sich in teils nostalgischer Bademode darbot.