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Mehr Tempo auf Datenautobahn

Internet : Mehr Tempo auf Datenautobahn

Für vier Orte im Oberen Elztal ist nun schnelles Internet verfügbar. Damit fehlt in der VG Kelberg nur noch zwei Dörfern ein Breitbandzugang.

In den vergangenen Jahren sind in der Verbandsgemeinde Kelberg 15 mit Zuschüssen geförderte Projekte zur Verbesserung der Internetversorgung umgesetzt worden. Vorreiter war 2013 Mannebach. Zu den jüngeren Projekten zählen die Erschließung von Gunderath, Höchstberg und Kötterichen sowie die Verbesserung der Versorgung in Mosbruch und im Kelberger Ortsteil Köttelbach. Ende 2017 hat das saarländische Telekommunikationsunternehmen inexio vier neue Glasfasernetze in Retterath (mit Salcherath), Oberelz, Lirstal und Kaperich (mit Kölnische Höfe) in Betrieb genommen – „fristgerecht“, wie Firmen-Mitarbeiterin Katja Kiefer bei der Präsentation des neuen Angebots in Lirstal betonte. Zwar seien die Vertragszahlen noch „mau“, und erst wenige Nutzer aus dem gesamten Bereich seien online, räumte sie ein. Doch erhoffe sich das Unternehmen von den Beratungsterminen (siehe Info) weitere Abschlüsse. Zudem sei der Ablauf bestehender Verträge abzuwarten, um Doppelzahlungen zu vermeiden.

Im Zuge der flächendeckenden Breitbandversorgung der VG Kelberg sei das schnelle Internet im Oberen Elztal ein wichtiger Schritt, erklärte Bürgermeister Karl Häfner. Nicht nur im beruflichen Umfeld, sondern auch in der Freizeit nutzten die Menschen die zahlreichen Angebote des weltweiten Datennetzes. Und Neubürger fragten immer nach schnellem Internet, sagte Häfner.

Das Unternehmen inexio habe sich im Rahmen der Ausschreibung als günstigster Bieter durchgesetzt, erläuterte Büroleiter Johannes Saxler, zuständig für die Wirtschaftsförderung in der VG. Bei einer Gesamtinvestition von mehr als einer halben Million Euro zahlten die beteiligten Ortsgemeinden sowie die VG zusammen 170 000 Euro, Land, Bund und EU beteiligten sich mit 110 500 Euro.

Der Breitbandausbau erfolgte über Glasfaserkabel bis an die neuen Technikstandorte in den Gemeinden; von dort setzt das Unternehmen auf die vorhandenen Telefonkabel aus Kupfer. Mit den Worten: „Was so ein kleines Kabel alles kann“, leitete Bürgermeister Häfner die Freischaltung mittels symbolischen Knopfdrucks durch die vier Ortsbürgermeister ein.

„Mit den Kelberger Ortsteilen Hünerbach und Rothenbach-Meisenthal gibt es in der VG Kelberg nun nur noch zwei Dörfer, die noch nicht in den Genuss einer Erschließungsmaßnahme kommen konnten“, berichtet der Büroleiter und künftige Bürgermeister Johannes Saxler. „Dies liegt daran, dass sich in der Vergangenheit kein Telekommunikationsunternehmen bereitgefunden hat, Investitionen für deren Erschließung zu tätigen“, erklärt er. Nun wollen der Landkreis Vulkaneifel und seine fünf Verbandsgemeinden in einem gemeinsamen Projekt dafür sorgen, dass auch die letzten unerschlossenen Gemeinden schnelles Internet erhalten.

In diesem Zusammenhang hat der Ortsgemeinderat Kelberg zur Breitbandversorgung der beiden Ortsteile Hünerbach und Rothenbach-Meisenthal 40 000 Euro zur Verfügung gestellt.