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Stadtmauer-Sanierung 2010 geplant

Stadtmauer-Sanierung 2010 geplant

Der marode, hölzerne Wehrgang an der Stadtmauer wird trotz der Finanznot der Stadt Hillesheim womöglich doch noch in diesem Jahr saniert. Ein entsprechender Landeszuschuss wurde in Aussicht gestellt.

Hillesheim. Die gut erhaltene und restaurierte Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert ist die ortsbildprägende Sehenswürdigkeit Hillesheims und ein Muss für jeden Besucher der Beispielstadt. Doch seit Jahren kann sie in Teilen nicht mehr bestiegen und von ihr die Aussicht über Hillesheim genossen werden. Denn: Der hölzerne Wehrgang ist marode und bereits mehrfach ausgebessert worden. Jürgen Mathar von der Bauabteilung im Hillesheimer Rathaus, der das Bauwerk und dessen sukzessive Sanierung seit Jahren betreut, sagt: "Der Wehrgang ist eine Dauerbaustelle für uns."

Nach einem Besuch von Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) vor einigen Monaten kam jetzt - wie versprochen - eine Nachfolgedelegation mit Vertretern des Ministeriums und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier nach Hillesheim, um sich detailliert über die "Baustelle" Stadtmauer zu informieren. Und seither keimt in Hillesheim wieder Hoffnung auf. Mathar berichtet: "Die Vertreter der übergeordneten Behörden haben die touristische Bedeutung der Stadtmauer erkannt, uns eine Förderung aus dem Investitionsstock des Landes für 2011 sowie die Erlaubnis zum vorzeitigen Baubeginn für dieses Jahr in Aussicht gestellt."

Daher soll noch in diesem Frühjahr der formelle Antrag auf Förderung gestellt werden - obwohl die Stadt Hillesheim Finanzsorgen plagen, im aktuellen Haushalt rund eine halbe Million Euro fehlt (der TV berichtete).

Mathar: "Wir hoffen auf eine 50-prozentige Bezuschussung." Die Kosten für das Vorhaben beziffert Mathar auf 65 000 Euro.

Ein Teil des wuchtigen, hölzernen Wehrgangs ist bereits durch eine filigrane Metallkonstruktion erneuert worden. "So will es auch die Denkmalpflege", sagt Mathar. Er verweist darauf, dass die Holzkonstruktion annähernd 40 Jahre alt und an mehreren Stellen schadhaft ist.

Daher darf etwa ein Drittel des Wehrgangs nicht betreten werden - sehr zum Leidwesen der Gäste, deren Zahl durch die Eröffnung des Eifelsteigs im vergangenen Jahr enorm zugenommen hat. Mathar weiß: "Zur Stadtmauer will eigentlich jeder. Und wer davorsteht, will auch drauf."