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Verbandsgemeinde drückt aufs Tempo

Verbandsgemeinde drückt aufs Tempo

Fast einstimmig (bei einer Gegenstimme) hat der Verbandsgemeinderat Daun beschlossen, zu beantragen, dass die Realschule Daun sowie die Hauptschulen Daun und Niederstadtfeld im kommenden Jahr 2010/2011 zusammengeschlossen werden.

Daun/Niederstadtfeld. In der letzten Sitzung der Legislaturperiode 2004 bis 2009 hat der Verbandsgemeinderat Daun erneut über die Schulentwicklung diskutiert und dabei - fast einstimmig - Beschlüsse gefasst. Eines der Hauptziele der bisherigen Schulentwicklungsberatungen: der Erhalt des Schulstandorts Niederstadtfeld. Ihm soll eine Perspektive als Ganztagsschulstandort für die gesamte VG Daun eröffnet werden - vorausgesetzt, die Schulaufsichtsbehörde spielt mit und es gibt eine ausreichende Nachfrage seitens der Eltern. Bürgermeister Werner Klöckner erklärte in der Sitzung: "Wenn der Bedarf da ist, wird sich das Bildungsministerium mit unserem Vorschlag ernsthaft beschäftigen."

Niederstadtfeld will Ganztagsangebot vorhalten



Die VG will am Schulstandort Niederstadtfeld ein Angebot über die Grundschule hinaus aufrechterhalten. Dort soll es - als Außenstelle der künftigen Realschule plus in Daun - ab dem Schuljahr 2010/2011 eine verpflichtenden Ganztagsschule und weiter eine Ganztagsschule in Angebotsform - die es bereits seit längerem gibt - geben. Das Einzugsgebiet für die geplante Ganztagsschule soll identisch mit dem sein, aus dem derzeit die Schüler von Realschule Daun und die Hauptschulen Daun und Niederstadtfeld kommen. Zudem hat der VG-Rat beschlossen, dass am Standort Daun auch so schnell wie möglich eine Fachoberschule eingerichtet werden soll.

Den Vorstellungen des VG-Rats stehen aber noch die Vorstellungen von Real- und Hauptschule Daun entgegen. Deren Zusammenlegung zur Realschule plus soll - so haben es die Schulleitungen erklärt - zum Schuljahr 2011/2012 vollzogen werden, also ein Jahr später als vom VG-Rat vorgeschlagen. Aus seiner Sicht ist mit Blick auf die vorgesehene Erweiterung des Ganztagsschulangebots aber schnelles Handeln angesagt. So heißt es im Beschluss: "Von den drei Schulleitungen wird erwartet, dass ein gemeinsames und überzeugendes Konzept erarbeiten, das als Grundlage für eine Elternbefragung dienen soll. Ein umgehendes Handeln wird als erforderlich angesehen, um den Eltern schnellstmöglich ein Konzept vorlegen zu können."

Über die nahe Zukunft der drei Schulen und der möglichen Einrichtung einer Fachoberschule in Daun wird auch heute in Trier gesprochen. Bei der Schulaufsichtsbehörde, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), treffen sich die Vertreter von Kreis Vulkaneifel (als Träger der Realschule und möglicher Träger der künftigen Schule, wenn es ein Fachoberschulangebot geben wird), der VG Daun (als Trägerin der Hauptschulen Daun und Niederstadtfeld) und die Schulleiter.

Meinung

Druck machen

Der VG-Rat macht Druck: Ein Konzept für die mögliche künftige Realschule plus mit zwei Standorten muss schnell her. Damit auch Niederstadtfeld eine Zukunft hat, braucht es ein richtig gutes Konzept, denn die Konstruktion hat nur eine Chance, wenn sich genügend Eltern dafür entscheiden. Und das werden sie nur tun, wenn ihnen eine künftige Realschule plus mit einem klaren Profil präsentiert wird. Das zu entwickeln, ist Aufgabe der Schulleitungen. Sie stehen jetzt in der Pflicht. s.sartoris@volksfreund.de