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Wie soll der neue Kreisverkehr am Gerolsteiner Bahnhof aussehen? Ideen der Bürger sind gefragt

Wie soll der neue Kreisverkehr am Gerolsteiner Bahnhof aussehen? Ideen der Bürger sind gefragt

Der Kreisverkehrsplatz an der Postbrücke, der künftige Bahnhofskreisel, ist fertiggestellt. Aber wie soll der Innenbereich gestaltet werden? Das ist sowohl im Bauausschuss als auch in einer Bürgerversammlung diskutiert worden. Die Ideen der Bürger sind gefragt. Einzige Vorgabe: Es soll etwas mit dem Bahnhof zu tun haben.

Gerolstein. Die Ampelanlage an der Kreuzung Postbrücke/B 410 in Gerolstein ist durch einen weiteren Kreisverkehr ersetzt worden. Das rund 370 000 Euro teure Vorhaben ist, sowohl was die Kosten als auch den Zeitplan betrifft, im Rahmen geblieben. Seit gut einer Woche freuen sich die Auto- und LKW-Fahrer, dass die Baustellenampel abgebaut ist und der Verkehr auf der viel befahrenen B 410 nun wieder deutlich besser fließt.

Stellt sich die nächste Frage: Wie soll der neue Kreisverkehrsplatz gestaltet werden? In der Stadtspitze und im Bauausschuss hat man sich darüber bereits Gedanken gemacht. Stadtbürgermeister Friedhelm Bongartz (CDU) sagt: "Der Kreisverkehr ist dafür prädestiniert, auf die herausragende Bedeutung des Bahnhofs für Gerolstein hinzuweisen." Schließlich liege er direkt davor. Daher machte er für die künftige Gestaltung eben diese Vorgabe: Der Kreisverkehr muss etwas mit dem Bahnhof zu tun haben.

Andere Meinungen, die im Ausschuss als auch in der jüngsten Bürgerversammlung vorgetragen wurden, wies Bongartz zurück: etwa die von FWG-Mann Heinz Weber ("Wir sollten den Platz dafür nutzen, darauf hinzuweisen, dass es in Gerolstein eine Innenstadt mit Geschäften gibt, die sieht der Autofahrer auf der B 410 ja nicht.").
Oder die eines Bürgers, der gerne einen Brunnen darauf sehen würde - in der Brunnenstadt. Da sich die Stadtspitze aber bereits auf die Bahnhofsidee festgelegt hatte, bat sie beim Landesbetrieb Mobilität, in dessen Auftrag der Kreisverkehr gebaut worden war, um Unterstützung. Und bekam sie. Mitarbeiterin Melanie Stellmes hat fünf Ideenskizzen angefertigt, die sowohl im Ausschuss als auch in der Bürgerversammlung vorgestellt und diskutiert wurden.Sorge vor Gedöns

Foto: (e_gero )
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Sie zeigen wahlweise den Kreisverkehrsplatz mit Signalanlagen, mit Gleisen, mit einer Bahnsteigkante, einem Bahnhofsschild von Gerolstein oder gar mit einer Lok (siehe Fotos). Bongartz bedankte sich für die "tollen Arbeiten", die er aber zunächst nur als "Denkanstöße" sieht. Er appellierte an die Bürger: "Wirken Sie bei der Gestaltung mit. Wir nehmen Ihre Vorschläge bis 25. Juli im Rathaus entgegen." Erst danach solle über die letztendliche Gestaltung des Kreisverkehrsplatzes entschieden werden. Ob das dann bereits in der Stadtratssitzung zwei Tage später sein wird, ist aber noch offen.

Den beiden Ratsmitgliedern Sabine Martinetz und Tim Steen (Grüne) ist das zu kurzfristig.
Nicht auf Gegenliebe stieß hingegen bei Stadtspitze und im Ausschuss das Ansinnen von Thomas Regnery (SPD), eine offizielle Bürgerbefragung zu veranstalten. So wie er das bereits beim Bürgerbrunnen gemacht hatte und was für viel politischen Streit sorgte (der TV berichtete mehrmals).
So meinte Stadtbeigeordneter Klaus Jansen (CDU): "Aus ihrer Erfahrung heraus müssten Sie eigentlich sagen: Nicht noch einmal!" Und Ausschussmitglied Markus Hetzius (CDU) meinte: "Oh nein. Das Gedöns hatten wir schon einmal."

Liebe Leser, was meinen Sie: Wie sollte der neue Kreisverkehrsplatz gestaltet werden? Gefällt Ihnen einer der Vorschläge? Schreiben Sie uns doch bis kommenden Montag eine kurze Mail mit knapper Begründung an die Adresse eifel-echo@volksfreund.de
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