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Das sind die Kandidaten von ÖDP, Freien Wählern und Piraten

Traben-Trarbach. Auch die ÖDP, die Freien Wähler und die Piraten haben Direktkandidaten für die Bundestagswahl im Wahlkreis 201 Mosel/Rhein-Hunsrück nominiert. Der TV stellt die drei Kandidaten im Kurzporträt und mit ihren wichtigsten Zielen vor.

Traben-Trarbach. Erik Hofmann tritt für die ÖDP als Direktkandidat im Wahlkreis 201 an. Auf der Landesliste hat er den 6. Platz. Der 26-jährige gebürtige Leipziger kam vor sieben Jahren nach Traben-Trarbach, um hier eine Ausbildung zum Winzer zu machen. Hofmann ist ledig und "Vollblut-Arbeiter", wie er selbst über sich sagt: "Ich arbeite viel, denn ich spare darauf, irgendwann mal ein Weingut zu erwerben." Seit etwa einem Jahr ist er Mitglied bei der ÖDP, "weil einfach meine Ideale und die der Partei übereinstimmen". Hofmann begeisterte zunächst die Möglichkeit einer Schnuppermitgliedschaft, die zur "richtigen Mitgliedschaft wurde". Seine "große Kernforderung": "den Lobbyismus abschaffen und damit die Nebeneinkünfte der Politiker untersagen." Auf lokaler Ebene ist seine Forderung: "Mehr regionale Wertschöpfungsketten müssen aufgebaut werden. Zu vernünftigen Konditionen müssen die Menschen ihre regionalen Produkte anbieten können."

Morbach. Seit über 30 Jahren ist Wilhelm Josef Feilen aus Morbach schon Mitglied bei den Freien Wählern. Jetzt wurde der 65-Jährige zum Direktkandidaten für den Wahlkreis 201 nominiert. Feilen ist verheiratet und hat drei Kinder. Als Landwirtschaftsmeister betreibt er seinen eigenen Betrieb mit Ackerbaubewirtschaftung. Er engagiert sich schon seit 1974 politisch: zunächst im Ortsbeirat von Weiperath 20 Jahre als stellvertretender Ortsvorsteher. Seit 2004 ist er Ortschef. Im Gemeinderat Morbach ist er ebenfalls seit 2004 sowie auch seit 2011 Kreistagsmitglied. Der Familienvater ist zudem Gründungsmitglied und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft regionale Verkehrsentwicklung Hunsrück sowie Mitglied im Vorstand des Bauern- und Winzerverbandes Bernkastel-Wittlich. Seine Hauptforderung: "Ich möchte mehr Fairness. Das gilt sowohl für die werteorientierte Familienpolitik als auch für den fairen Umgang mit der Energie, die bezahlbar bleiben muss."

Alftal. Markus Weber ist der Direktkandidat der Piraten für den Wahlkreis 201. Der 48-Jährige ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Der aus Alftal stammende Weber machte zunächst eine Ausbildung zum Straßenbauer. Nach dem Meisterbrief im Straßenbauhandwerk absolvierte Weber seinen Betriebswirt. Aus- und Fortbildungen wie etwa im Abfallmanagement, Maschinenführen und Arbeitsschutz machten ihn unter anderem zum Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator. Seit vier Jahren ist Weber Mitglied bei den Piraten. Er selbst beschreibt sich als "Basisdemokrat mit Leib und Seele".
Webers Programm: "Mein persönliches Ziel ist es, nicht unbedingt eine völlig andere Politik zu betreiben, sondern vielmehr eine andere Vorgehensweise zu etablieren." Konkret wolle er sich dafür einsetzen, dass auf lange Sicht ein bedingungsloses Grundeinkommen an die Bürger ausbezahlt werde. Als mittelfristiges Ziel möchte er einen Mindestlohn von 8,50 Euro durchsetzen, damit Arbeit wieder fair entlohnt werde. jo