Nach Krawalle bei Eintracht-Spiel: Polizei ermittelt

Nach Krawalle bei Eintracht-Spiel: Polizei ermittelt

Nach Auseinandersetzungen während der Fußball-Regionalliga-Begegnung zwischen Eintracht Trier und Wormatia Worms hat die Polizeiinspektion Trier eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Schwarz gekleidete und zum Teil vermummte Männer hatten versucht, eine Gruppe Wormser Fans anzugreifen. 20 Angreifer wurden vorübergehend festgenommen.

Gegen 13.40 Uhr, kurz nachdem der Wormser Fanbus angekommen war, stürmte plötzlich eine Gruppe von etwa 35 Personen auf die Gästefans zu, die sich vor dem Eingang zum Fanblock in der Zurmaiener Straße aufhielten. Die Angreifer trugen schwarze Oberbekleidung, der überwiegende Teil war mit Kapuzen, Schals oder Mützen zusätzlich vermummt. Bei den Personen handelt es sich offenbar um Mitglieder der Trierer Ultra-Szene. Die Polizei geht davon aus, dass sich die Gruppe konspirativ und nach vorheriger Absprache getroffen hat, um die gegnerischen Fans anzugreifen.

Nur mit einem großen Polizeiaufgebot gelang es, die offensichtlich geplanten tätlichen Angriffe zu stoppen. Die Polizei konnte zunächst 16 der Angreifer in Gewahrsam nehmen. Ein 22-Jähriger leistete dabei erheblichen Widerstand. Im weiteren Verlauf des Spiels wurden vier weitere Personen im Stadion identifiziert und ebenfalls festgenommen. Die Personen im Alter zwischen 17 und 31 Jahren wurden nach der Personalienfeststellung und erkennungsdienstlicher Behandlung wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Polizeiinspektion Trier hat heute eine Ermittlungsgruppe zur Klärung des Sachverhalts eingesetzt. Sechs Beamten ermitteln wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs. In enger Zusammenarbeit mit Eintracht Trier soll gegen die Personen darüber hinaus ein bundesweites Stadionverbot ausgesprochen werden.

Die Polizei sucht weitere Zeugen, die Angaben zu dem Sachverhalt machen können. Sie werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Trier, Telefon 0651/9779-3200 in Verbindung zu setzen.

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