Zwei Optionen in der Trainerfrage

Zwei Optionen in der Trainerfrage

Wie plant Fußball-Oberligist Eintracht Trier nach den Personalwechseln der vergangenen Wochen die Zukunft? Hier gibt’s Antworten auch wichtige Fragen.

Wer wird im Winter Trainer?

Der Eintracht-Vorstand verfährt zweigleisig. Eine Option ist, mit Josef Cinar weiterzumachen. Eine Punktevorgabe für ihn bis zur Winterpause gibt es laut Eintracht-Präsident Helmut Meeth nicht: „Es muss das Gefühl da sein, dass es passt. Nach unserem aktuellen Eindruck hat er einen positiven Einfluss auf die Mannschaft.“ Sollte Cinar weitermachen dürfen, bräuchte es aber einen neuen Co-Trainer, da Torge Hollmann absprachegemäß wieder komplett in die Geschäftsstelle zurückkehrt.

Die zweite Option: Cinar wechselt zum Jahreswechsel für den Rest der Saison aus der Chefrolle auf die Co-Trainer-Position. In diesem Fall soll laut Meeth ein neuer Übungsleiter für den Rest der Saison plus die darauffolgende Spielzeit unterschreiben. Das Profil: Er soll sich mit der Philosophie eines Ausbildungsvereins identifizieren, ein Freund des Offensivfußballs sein und im Bestfall aus der Großregion stammen. Gleichzeitig ist die sportliche Maßgabe mit der ersten Mannschaft – auch angesichts des für Oberliga-Verhältnisse nicht gerade dürftigen Team-Etats – klar. Meeth: „Wenn wir diese Saison nicht aufsteigen, dann muss das ganz klar Ziel für die nächste Spielzeit sein.“

Ist Eintracht Trier finanziell in der Lage, im Winter einen neuen Trainer und gegebenenfalls neue Spieler zu verpflichten?

Aktuell gibt es eine Lücke im Etat. Laut Meeth handelt es sich um einen Betrag, der zu stemmen ist: „Wir sind dran, das Loch zu schließen.“

Damit stünde einer Trainerverpflichtung nichts im Wege, wobei der neue Übungsleiter keine Unsummen verdienen darf. Denn gleichzeitig betont Meeth mit Blick auf Spielertransfers, dass sich der Verein weiterhin in einer Konsolidierungsphase befinde: „Wenn wir wissen, dass wir ein Minus haben, können wir keine neuen Spieler holen.“

Über neue Akteure im Winter zur möglichen Verstärkung des Kaders soll ohnehin nur gesprochen werden, wenn die Mannschaft bis dahin in Reichweite der Spitzenplätze liegt.

Was ist im Unterbau geplant?

Die Eintracht möchte laut Meeth zu Beginn des neuen Jahres Vereine einladen, um über ein gemeinsames Jugendkonzept in der Region Trier zu debattieren. Auch zu einer zweiten Eintracht-Mannschaft hat er eine klare Meinung: „Wir müssen wieder eine ins Leben rufen, auch wenn sie unten in der D-Liga anfangen muss.“

Wer übernimmt Aufgaben von Geschäftsführer Torge Hollmann, die er aufgrund seines zusätzlichen Co-Trainer-Jobs aktuell nicht erledigen kann?

Nach Aussage von Meeth unterstützen sowohl der Vorstand als auch Mitarbeiter der Geschäftsstelle Hollmann in bestimmten Dingen. Grundsätzlich denkt der SVE laut Meeth über die Ausschreibung einer Dreiviertelstelle beziehungsweise vollen Stelle für die Geschäftsstelle nach, um Hollmann auch in Zukunft zu entlasten.

Warum haben weder Hollmann noch Cinar unter dem ehemaligen Cheftrainer Daniel Paulus den vakanten Co-Trainer-Posten übernommen?

Laut SVE-Sportvorstand Horst Brand waren fußballspezifische Ansichten zwischen Paulus auf der einen sowie Cinar und Hollmann auf der anderen Seite in einigen Bereichen zu unterschiedlich.

„Deshalb hätte es – obwohl es die Überlegung schon seit geraumer Zeit gab – keinen Sinn gehabt, Josef zum Co-Trainer unter Daniel Paulus zu machen“, sagt Brand.

Bei Hollmann sei die Sachlage nochmal eine andere. Er springe nur deshalb kurzzeitig ein, um Cinar in der für ihn neuen Trainer-Rolle in der Anfangszeit zu unterstützen.

Wer kümmert sich nach dem Rück­zug von Dieter Friedrich aus dem Eintracht-Vorstand um Fragen der Finanzen?

SVE-Präsident Meeth hat seinen Steuerberater akquiriert, zudem springen die verbliebenen Vorstandsmitglieder bei.

Bis wann soll ein Nachfolger für Friedrich im Eintracht-Vorstand gefunden sein?

Meeth hat Kontakt zu einem möglichen Kandidaten, nennt aber (noch) keinen Namen. Er hofft, bis spätestens Frühjahr 2019 Klarheit zu haben.