Der alte Schuhschrank

Von Christine Thul aus Detzem

Früher in fast jedem Flur,
stand eine Telefonbank, nicht nur,
sondern meist direkt daneben,
man den Schuhen auch einen Schrank gegeben.

Nicht wie heute, mit Fächern zum Kippen,
nein, man musste sich meistens noch bücken.
Auch wurden sie nicht lose hereingestellt,
sondern in den passenden Karton gesellt.

Es waren meist die "Sonntagsschuhe",
die dort fanden ihre Ruhe,
oder nach den Jahreszeiten,
sie sich nebeneinander reihten.

Zur Grundausstattung, gehörte dazu,
als Erstes, der schwarze "Beerdigungsschuh".
Für Feierlichkeiten, die Sandale mit Absatz und Riemen,
meist aus ein paar Jahrzehnten geblieben.

Auch durfte nicht fehlen, das war der Clou,
der sichere, rutschfeste "Übergangsschuh".
Der hohe Winterstiefel passte meist nicht mal rein,
hierfür war der alte Schuhschrank zu klein.

Doch zu vergessen nicht, aus Frottee oder Samt, im schmalen Karton,
behielt der "Krankenhauspantoffel" seine "Fassong"

Kein Vergleich zur heutigen Zeit,
hat den passenden Schuh zu jedem Kleid,
sämtliche Farben und Formen,
entsprechen den heutigen Normen.
Manchmal gleicht es einer Sucht,
und schlägt manch Ehemann irgendwann in die Flucht !