Zehn Fakten zu den Ferien

Aus Protest meiden viele Deutsche die Türkei, in Spanien wird es voll und teuer, Sprit ist günstig, und Trump scheint Urlauber nicht zu schrecken: Die Trends des Reisesommers.

Blauer Himmel, Sonnenschein und laue Sommernächte - das Wetter der vergangenen Wochen hat die Menschen der Region längst auf Urlaub eingestimmt. Und wenn die Schulglocke am Freitag die Ferien einläutet, haben viele ihre Koffer längst gepackt. Hier zehn Fakten zu den nahenden Ferien:

Wo sie alle hinwollen: Eine Umfrage unter Reisebüros zeigt, dass Spanien und Portugal zu den beliebtesten Reisezielen zählen. Auch Italien, Kroatien, Griechenland und Bulgarien sind gefragt. "Gerade in Spanien haben die Preise gut angezogen", sagt Kerstin Bernhard vom Reisebüro Grenzenlos in Trier. Zehn bis 20 Prozent kosten die Urlaube nun mehr als im Vorjahr. Und die Kunden sind offensichtlich bereit, das zu zahlen.

Großer Verlierer dieses Sommers ist die Türkei - aller Schnäppchenpreise zum Trotz. Patrick Licznerski vom Bitburger Reisebüro Pütz ist überzeugt, dass sich die Urlauber meist nicht aus Angst, sondern aus Protest gegen dieses Ziel entscheiden. Aus Wut über die Politik des Präsidenten. "Der Verbraucher will das mit keinem Euro unterstützen", sagt Licznerski.

Nordafrika wird vor allem aus Angst vor Anschlägen seltener gebucht.

Viele Fernreisen: Jetzt, wo die Türkei und Nordafrika für viele unattraktiv sind, entscheiden sie sich zur längst geplanten Fernreise. "Es gibt allgemein einen Trend zu Fernreisen", sagt Niko Bamberg vom Schweicher Reisebüro. Bei Individualreisenden seien die USA und Asien besonders beliebt. Bei Pauschalreisen die Dominikanische Republik, Mexiko und Kuba.

Kein Trump-Effekt: Während Türkeis Staatsoberhaupt Recep Erdogan Urlauber abschreckt, vergrault Donald Trump, der in Deutschland ja auch nicht besonders beliebt ist, nur wenige. "Wir dachten, dass Trump zu Einbrüchen führt. Das ist nicht geschehen", sagt Licznerski. Die USA zählen weiter zu den beliebtesten Fernreisezielen.

Junge Weltenbummler: Sie sind jung, sie sind frei, und das nötige Geld verdienen sie unterwegs. "Work and Travel ist ein Trend. Das wird immer mehr", teilt Jennifer Born von STA Travel aus Trier mit. Sehnsuchtsziele der jungen Entdecker, von denen sich viele nach dem Abi auf den Weg machen, sind Neuseeland und Australien.

Kinder verboten: Ein Trend, der aus den USA herüberschwappt, sind Hotels nur für Erwachsene. "Das kommt beim Kunden sehr gut an", sagt Bamberg vom Schweicher Reisebüro.

Auf dem Schiff die Seele baumeln lassen: Mehr als zwei Millionen Deutsche haben 2016 eine Kreuzfahrt unternommen, ein Plus von rund elf Prozent. Und der Trend hält an.

Freie Fahrt ohne Frachtwagen: Um schlimme Staus zu verhindern, dürfen LKW vom 1. Juli bis 31. August auf vielen Autobahnen auch samstags nicht rollen. Die Polizei überprüft das Fahrverbot. Alle betroffenen Verbindungen unter: www.bmvi.de

Mehr Geld für Ferienbetreuung: Sportcamp, Waldfreizeit oder Indianerzeltlager: In diesen Genuss kommen künftig mehr rheinland-pfälzische Kinder. Das Bildungsministerium gibt Jugendämtern mehr Geld und ermöglicht so etwa viermal so viele Betreuungsplätze wie 2016. 750?000 Euro stellt das Land zur Verfügung. 31 359 Betreuungsplätze haben die Jugendämter bisher beantragt. 2016 gab es nur 8073.

Weniger Geld für Sprit: Die übliche Verteuerung des Sprits zum Ferienbeginn fällt diesmal aus. Benzin und Diesel sind so günstig wie seit Monaten nicht. Zuletzt kostete ein Liter Super laut ADAC im Schnitt 1,33 Euro - fünf Cent weniger als vor acht Wochen. Ein Liter Diesel war mit 1,11 Euro für sieben Cent weniger zu haben. In Luxemburg kostete der Liter Super am Dienstag 1,12 Euro und Diesel 0,93 Euro.

Hier lockt der günstigste Sommerurlaub

Aufgepasst! So lohnt sich der Urlaub in der Heimat

Stockender Verkehr und viele Staus

Sonnencreme nicht vergessen!