Bewegende Erinnerung: Als Weimarer Trier besuchten

Bewegende Erinnerung: Als Weimarer Trier besuchten

An den Mauerfall und die Aktion „Herzlich willkommen, Weimar!“ erinnerte eine Gedenkveranstaltung der Stadt Trier am Dienstagabend in der Tufa. Zu Wort kamen vor allem Zeitzeugen und Teilnehmer des vermutlich unwiederbringlichen Höhepunkts der gelebten Städtepartnerschaft zwischen Weimar und Trier.

(rm.) Im Rahmen der von der Stadt Trier organisierten Aktion „Herzlich willkommen, Weimar“ kamen an zwei Adventswochenende 1989 fast 1500 Bürgerinnen und Bürger der thüringischen Partnerstadt Weimar nach Trier. Unterkunft fanden sie bei Lesern des Trierischen Volksfreunds, der die Aktion medial begleitete und unterstützte.

Mit Filmbeiträgen und Interviews wurde an das unvergessene Kapitel deutsch-deutscher Geschichte erinnert. Gäste bei der von Hans-Günther Lanfer und Jürgen Backes vom Stadt-Presseamt moderierten Veranstaltung waren unter anderem die damaligen Protagonisten: Triers früherer OB Helmut Schröer und Andreas Langer, Organisator der Aktion auf Weimarer Seite. Außerdem kamen die Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine Weimar-Gesellschaft Trier, Elisabeth Ruschel, und der Trier-Gesellschaft Weimar, Hartmut Eckhardt, zu Wort sowie Menschen, die im Advent 1989 zusammen fanden und noch heute Kontakt pflegen.

Den rund zweieinhalbstündigen „Abend der Erinnerung“ umrahmten zwei Cellisten der Weimarer Staatskapelle. OB Klaus Jensen versprach zum Abschluss, Trier werde die Partnerschaft mit Weimar weiter hegen und pflegen. Sie sei etwas Besonderes, denn sie mache auch immer wieder deutlich, "dass unser heutiges gutes Leben keinesfalls selbstverständlich" sei.

Gezeigt wurden den 200 Besuchern Ausschnitte aus einem Film des Offenen Kanals Trier, der die Reise und den Trierer-Aufenthalt der 600köpfigen ersten Weimarer Gruppe wenige Tage nach dem unerwarteten Mauerfall dokumentiert.

Die Komplett-Version des Films sendet der OK 54 am 18., 19. und 21. November, jeweils um 21 Uhr.

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