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Im Slalom an den Autos vorbei

Im Slalom an den Autos vorbei

PRÜM. (cus) Mit markierten Parkflächen auf der Langemarckstraße will die Stadt die Durchfahrtsgeschwindigkeit der Fahrzeuge senken.

Nach einem Bürgergespräch mit Anliegern der Langemarckstraße entwarf und veröffentlichte die Stadt einen Plan für Parkbuchten. "Bei einem erneuten Gespräch haben bei zwei Enthaltungen alle für die Markierungen gestimmt", berichtet Stadtbürgermeister Hansgerd Haas. "Für einen Ausbau der Straße fehlt derzeit das Geld. Bis es soweit ist, sammeln wir mit den gemalten Parkbuchten Erfahrung." Sie werden wechselseitig mal auf der linken, mal auf der rechten Fahrbahnseite angelegt, so dass die Durchfahrt praktisch nur noch im Slalom möglich ist. Die Tempo-Hemmschwellen seien nur ein Provisorium gewesen und außerdem verschlissen, sagt Haas. Für den festen Einbau von Schwellen habe es im Anschluss daran keine Mehrheit gegeben. Der Fußweg zum Stadtwald sei durchaus begehbar, wenn auch nicht von allen. Vor einem eventuellen Ausbau müsse geklärt werden, wem das Grundstück gehöre. Nach Auskunft von Rudi Schmitz, ehemaliger Beigeordneter der Verbandsgemeinde, hat die Gesellschaft "Wohnen am Stadtwald" den Schotterweg angelegt. Sie kommt der Räumpflicht aber offensichtlich nicht nach. Ob die Gesellschaft zu einem Ausbau oder einem Verkauf an die Stadt bereit wäre, könnte auf der Gesellschafterversammlung am 5. Mai diskutiert werden. Geschäftsführer Hans-Josef Brüggemann war am Mittwoch nicht zu erreichen. Birgit Heck, Leiterin des Lebenshilfe-Wohnheims, beklagt vor allem das hohe Tempo der Fahrzeuge auf der "freien Piste" im Stadtwald: "Wir machen Raser sogar persönlich darauf aufmerksam." Ob die Busse für die eigenen Bewohner künftig über die B 265 fahren könnten, müsse mit den Busunternehmen geklärt werden. Buslinien im herkömmlichen Sinn verlaufen nicht durch die Straße, wie die Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft bestätigt. Allerdings holen morgens Busse, darunter auch große, Kindergartenkinder im Stadtwald ab und bringen sie mittags zurück. Im Gespräch mit dem TV kündigte ein Prümer Busunternehmen an, die Beschwerde über Privatfahrten an ihre Busfahrer weiterzugeben, die dafür in Frage kommen.