Lob in höchsten Tönen

ARZFELD/VIANDEN. Große Komponisten, famose Interpreten. Auch die zweite Auflage des Trinitarier-Festivals hat die Besucher begeistert. Schon heute denken die Organisatoren über einen dritten Zyklus nach.

Das grenzüberschreitende Festival "Musik zur Zeit der Trinitarier" ist dabei, sich in Eifel, Islek und weit darüber hinaus zu etablieren. Der vom Viandener Verein Musiques Ouvertes ins Leben gerufene Zyklus hat nach Angaben der Veranstalter "durch die Bank" gefallen, wie Patrick Schnieder betont. Schnieder ist neben Musique-Ouvertes-Präsidentin Pascale Van Coppenolle Gründer des vom Trierischen Volksfreund präsentierten Festivals. Nicht nur beim Einstieg vor zwei Jahren, sondern auch während der im Frühsommer initiierten Veranstaltung sei es gelungen, höchste Qualität zu bieten. "Damit ist eines der Ziele, hervorragende Musik auch in kleinere Orte des Isleks zu transportieren, gelungen", betonte der Arzfelder Verbandsgemeinde-Bürgermeister am Donnerstag im TV-Gespräch. Alle sechs Konzerte - von Dahnen über Vianden und Eschfeld bis Daleiden und Großkampenberg - hätten diesem Anspruch genügt. Die Veranstalter hätten viele positive Kommentare zur Kenntnis genommen; auch von Leuten, die dieser Musik bis dahin noch nicht so sehr zugeneigt gewesen seien. "Damit haben wir ein weiteres Ziel erreicht, ohne dass wir uns vor anderen Festivals verstecken müssen", resümiert Patrick Schnieder. Neben mittelalterlicher Polyphonie und gregorianischer Musik hatten die Trinitarier-Organisatoren diesmal unter anderem klassische Vokal- und Streichmusik geboten. Neben der renommierten Schola Gregoriana Pragensis unter der Leitung von David Eben, die in der Dahner Pfarrkirche brillierte, gab zum Beispiel das international hoch beachtete Miyabi-Ensemble in der Pfarrkirche Eschfeld seine musikalische Visitenkarte ab. Den Höhepunkt stellte - übrigens im Rahmen der Luxemburger Barockmusiktage - der Auftritt des Ensembles Vocal du Conservatoire du Nord, des Ensembles Vocal Cantica (beide Luxemburg) und des Prager Kammerorchesters Suk dar. In der Großkampenberger Pfarrkirche brachten die Künstler unter anderem das Brandenburgische Konzert Nr. 2 (BWV 1047) von Johann Sebastian Bach zu Gehör. Die sechs Veranstaltungen wurden im Schnitt von 100 Musikinteressierten besucht, sodass die Organisatoren am Ende eine "schwarze Null" schreiben konnten, wie es Patrick Schnieder formuliert. Den Veranstaltern stand für die hochkarätige Veranstaltung ein Budget von rund 20 000 Euro zur Verfügung. Als Hauptsponsoren brachten sich besonders die Kultur-Stiftung der Kreissparkasse Bitburg-Prüm und das RWE ein. Zudem wurde das Festival von der Initiative der Region Trier (IRT) unterstützt. Bewährt hat sich derweil ebenfalls die enge Kooperation zu den Kulturverbänden in Luxemburg. So fand der Trinitarier-Zyklus 2006 beispielsweise auch die Unterstützung des "Klenge Marnicher Festival". Zudem waren Künstler-Agenturen des Großherzogtums bei der Organisation hilfreich. Laut Patrick Schnieder gibt es über die Zukunft des Festivals noch keine Entscheidung; aber: "Wir schauen jetzt wieder nach vorne." Nach den großen Erfolgen von 2003/2004 und 2006 könne man es sich nämlich durchaus vorstellen, das Trinitarier-Festival in zweijährigem Rhythmus fortzuführen. Gedacht werde dabei zudem an eine räumliche Ausdehnung zu kulturhistorisch bedeutenden Kirchen und Kapellen auch außerhalb des Isleks.

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