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„Wasserwerk des Waldes“ erhält Titel Baum des Jahres zum zweiten Mal

Natur : Baum des Jahres: Der Name der Rotbuche kommt von ihrem etwas rötlichen Holz

Die Rotbuche ist Baum des Jahres (der TV be­richtete). Das „Wasserwerk des Waldes“ erhält den Titel zum zweiten Mal.

Bereits 1990 hatte die Silvius-Wodarz-Stiftung die Rotbuche (Fagus sylvatica) zum Baum des Jahres gekürt. „Die Buche hat zwei wichtige Botschaften in Zeiten klimatischer Veränderungen und extremer Wetterereignisse – und deshalb haben wir uns dafür entschieden, die Art ein zweites Mal zu wählen“, erklärt Stefan Meier, Präsident der Stiftung. „Die letzten Jahre haben allen Wald-, Stadt- und Parkbäumen stark zugesetzt. Auch der Zustand der Altbuchen ist kritisch“, sagt Meier. Doch es gibt auch eine gute Nachricht. Laut Andreas Roloff, Professor für Forstbotanik an der Technischen Universität Dresden und Mitglied im Kuratorium Baum des Jahres, zeigen erste Untersuchungen an Jungbuchen: Sie sind dazu fähig, mit Klima­veränderungen umzugehen.

Die Rotbuche ist in ganz Mittel­europa verbreitet und kann über 300 Jahre alt werden. Sie verdankt ihren Namen nicht der Färbung ihrer Blätter, sondern dem leicht rötlichen Holz. Sie ist die häufigste Laubbaum­art im heimischen Wald, auch im Naturpark Südeifel. Auch wenn seit vielen Jahrzehnten Fichten und Kiefern dominieren, gilt Deutschland als eine Art „Kernland“ für die natürliche Verbreitung der Buche. Rotbuchen gelten als das „Wasserwerk“ des Waldes und könnten die Gefährdung der Wälder durch Dürre­abschnitte etwas abmildern. Sie bevorzugen ein ausgeglichenes Klima, milde Winter und genügend Feuchtigkeit. Doch genau diese Voraussetzungen sind in Deutschland durch die extremen Temperaturen nicht mehr unbedingt gegeben.

 Rotbuchen im Wald.
Rotbuchen im Wald. Foto: Oliver Gaab

Der Baum des Jahres wird seit 1989 von der Stiftung ausgerufen. Sie will damit über Eigenheiten verschiedener Arten aufklären und auf bedrohte Bäume hinweisen.