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Kommunales
Das Stüffje wird ein Jahr später fertig

Plan und Wirklichkeit: Daniel Rother aus dem Gemeinderat und Ortsbürgermeister Dieter Treis sowie Dieter Müller präsentieren das Modell der neuen Dorfgesundheitshütte.
Plan und Wirklichkeit: Daniel Rother aus dem Gemeinderat und Ortsbürgermeister Dieter Treis sowie Dieter Müller präsentieren das Modell der neuen Dorfgesundheitshütte. FOTO: Helmut Gassen
Sarmersbach. Momentan herrscht zwar Stillstand am Bau der Dorfgesundheitshütte. Das soll sich laut Dieter Treis bald ändern.

(HG) Inzwischen steht der Rohbau, auch das Dachgebälk samt Schutz und Isolierung ist installiert, aber die eigentliche Dacheindeckung fehlt seit Wochen. Was ist da los auf der Baustelle der Dorfgesundheitshütte?  Das erklärt nun Ortsbürgermeister Dieter Treis:

„Zuerst hat der Antrag auf Förderung aus dem Leader-Programm lange gedauert, vorher durften wir ja nicht anfangen. Wir sind aber auch deshalb weit zurück beim Bau, weil der Winter so lange gedauert hat und sich dadurch der Rohbau verzögert hat. Die Dacheindeckung zieht sich nun dahin, weil die ausführende Firma Betriebsferien hat.“ Viele Firmen seien zudem wegen vieler Aufträge   ausgebucht. Dadurch verzögere sich die Vergabe der weiteren Arbeiten weiter, weiß Treis. Dadurch werden auf Ausschreibungen oft nur wenige Angebote eingereicht, auch das hat die Gemeinde schon erfahren. „Die Fertigstellung der Dorfgesundheitshütte war ja  für Ende diesen Jahres terminiert, aber wir werden voraussichtlich ein Jahr später im Herbst 2019 fertig werden“, sagt Treis. Die neue Dorfgesundheitshütte hinter dem Gemeindehaus soll einmal als Treffpunkt für Jung und Alt dienen. Dort kann sowohl ein Austausch stattfinden und Besucher können gemeinsam am Ziel der Gesundheit und Fitness arbeiten. Denn das „Fitness-Stüffje“, so der
von den Bürgern ausgewählte Name der Dorfgesundheitshütte soll dazu
beitragen, jedem Sarmersbacher Bürger (aber auch der umliegenden Orte) die Möglichkeit zu geben vor Ort aktiv zu werden und etwas für seine Gesundheit zu tun und dadurch vielleicht auch im Alter noch lange mobil zu bleiben.

Das Gebäude besteht aus dem Hauptraum mit 85 Quadratmetern Fläche. Hinzu kommen die sanitären Anlagen mit einer Dusche, einem Technikraum, Hauswirtschaftsraum und der Garage für den Bürgerbus. „Als Heizung ist ein Luft-Wärme-Pumpe mit der Option auf eine Solaranlage, die dann die Heizung unterstützt. Später soll dann ein großer Batterieblock als Stromspeicherung hinzukommen, um energieautark zu werden“, erklärt der Ortsbürgermeister weiter. Acht Trainingsgeräte, ein Laufband, ein Cardio-Fahrrad, ein Crosstrainer und eine Gleichgewichtsplatte sind schon bestellt
worden, das lässt sich die Gemeinde 110 000 Euro kosten. Alle Geräte können für einen kleinen Obolus genutzt werden. Das Projekt wird mit Hilfe von Eigenkapital finanziert. Dafür stellt die Gemeinde einen eigenen Posten im Haushalt bereit. Die Gesamtsumme liegt bei 300 000 Euro, aus dem Leader-Programm gibt es  88 000 Euro.