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Kunst
Kunst aus Kell im Mainzer Landtag

Ausstellungseröffnung im Mainzer Landtag (von links): Kuratorin Esther Klippel, die Künstlerinnen Liane Deffert und Dorothee Reichert und Eröffnungsredner Volker Perne, Leitender Ministerialrat. 
Ausstellungseröffnung im Mainzer Landtag (von links): Kuratorin Esther Klippel, die Künstlerinnen Liane Deffert und Dorothee Reichert und Eröffnungsredner Volker Perne, Leitender Ministerialrat.  FOTO: Andreas Linsenmann / ANDREAS LINSENMANN
Mainz/Kell am See. „Klare Kante – Weiche Farbe“: Die Hochwälderin Dorothee Reichert und ihre Künstlerkollegin Liane Deffert aus Wittlich zeigen 36 Gemälde und Skulpturen im Foyer des Abgeordnetenhauses.

Wie Musik ohne Worte, ein Blick, der keine Erklärung braucht – so beschreibt Dorothee Reichert ihre Bilder. Die Künstlerin, die 1966 in Hermeskeil geboren ist, und inzwischen in Kell am See lebt und arbeitet, hat gemeinsam mit der Wittlicherin Liane Deffert eine Ausstellung zusammengestellt. Die Werke sind aktuell im Foyer des Abgeordnetenhauses im Mainzer Landtag zu sehen.

Ein Politiker aus der Region habe sie vor zwei Jahren angespornt, sich um eine Ausstellung im Landtag zu bewerben, sagt Reichert. Damals habe sie den Auftrag erhalten, sich zunächst nach einer Partnerin umzusehen, die Skulpturen entwirft. „Ich habe mich sehr gefreut, dass Liane Deffert und ich im Herbst 2017 dann den Zuschlag erhalten haben.“

Die eine arbeitet malerisch, lässt dezente Farben ineinanderverlaufen und experimentiert dabei mit unterschiedlichen Materialien. Dorothee Reichert setzt sich seit 1995 intensiv mit abstrakter Malerei auseinander, war seitdem unter anderem am Kunstzentrum Bosener Mühle und 2008/2009 an der Europäischen Kunstakademie in Trier tätig.

Die andere – Liane Deffert – arbeitet plastisch mit knalligem, monochromem Kolorit auf streng geometrischen Flächen. Beide Künstlerinnen haben jeweils 18 Werke für die Ausstellung „Klare Kante - Weiche Farbe“ ausgewählt. Anfang September waren sie bei der Vernissage in Mainz dabei, bei der die Kunsthistorikerin Esther Klippel die Einführung übernahm und lobende Worte fand: „Ich bin sehr froh über die hier ausgestellte Paarung zweier optisch so konträrer Werkgruppen. Denn hierin zeigt sich für mich Kunst als Vorlage, die ich mir für unsere Gesellschaft wünsche: Sie zeigt, dass es bei allen Unterschieden und Gegensätzlichkeiten doch auch einen (oder mehrere) gemeinsame Nenner geben kann.“

Die Ausstellung ist bis zum 28. September täglich – außer an Wochenenden – von 8 bis 17 Uhr im Foyer des Abgeordnetenhauses, Kaiser-Friedrich-Straße 3, in Mainz, zu sehen.