Die Kröten wandern wieder

Die Amphibien - Frösche, Lurche, Kröten und Molche - wandern jetzt zu ihren Laichplätzen. Denn die kalte Jahreszeit neigt sich dem Ende zu, und die Nachttemperatur liegt wieder über 5 Grad Celsius. Zu ihrem Schutz sind an besonders betroffenen Straßen Hinweisschilder und Zäune aufgestellt worden.

Kell am See. Alljährlich treten bei der Laichwanderung der Amphibien Probleme im Überquerungsbereich von Straßen auf. Eine große Zahl von Tieren wird überfahren.

Zum Schutz der Amphibien werden im Landkreis Trier-Saarburg unter anderem Hinweisschilder mit dem Krötensymbol in Verbindung mit Geschwindigkeitsbegrenzungen als Warnung für Autofahrer aufgestellt.

Darüber hinaus werden an einigen Streckenabschnitten Schutzzäune errichtet. Morgens und abends werden die in Eimern gesammelten Tiere von Helfern sicher über die Straße getragen. Auch in der Verbandsgemeinde Kell am See werden wieder Amphibienwanderungen an den bekannten Stellen erwartet.

Durch Betreuung hat sich Population verdoppelt



Besonders starker Andrang herrscht erfahrungsgemäß auf der B 268 im Bereich Steinbachweier und zwischen Oberzerf und Greimerath im Bereich der sogenannten Pionierbrücke sowie an der K 43 an der Kläranlage Lampaden und der K 47 zwischen Ortsgrenze Paschel und Kreuzung Klinkbach sowie neuerdings an der K 68 zwischen Zerf und Mandern im Bereich der Teichanlagen.

"Durch intensive Betreuung hat sich die Population in den letzten Jahren verdoppelt", berichtet Annette Schäfer von der Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz im Landkreis Trier-Saarburg. Alle Verkehrsteilnehmer werden gebeten, in den kommenden Wochen die gekennzeichneten Streckenabschnitte vorsichtig zu passieren oder am besten ganz zu umfahren.

Die Polizeiinspektionen werden die Einhaltung der Sperrungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen verstärkt kontrollieren.

Wanderung noch bis Ende April



Die Wanderung der Amphibien zu den Laichgewässern findet voraussichtlich noch bis Ende April statt.

Der Beginn der Wanderaktivitäten ist witterungsabhängig und daher im Voraus nicht genau zu bestimmen.