Dreitägige 1200-Jahr-Fete in Schoden - Höhepunkt am Sonntag mit vielen Aktionen

Dreitägige 1200-Jahr-Fete in Schoden - Höhepunkt am Sonntag mit vielen Aktionen

Die Ortsgemeinde Schoden feiert drei Tage lang die erste urkundliche Erwähnung des Orts vor 1200 Jahren. Zum Auftakt gibt es am Freitag, 16. September, eine Weinparty im Bürgerhaus. Höhepunkt ist am Sonntag, 18. September, das Offene Dorf mit zahlreichen Programmpunkten.

Fünf Quadratkilometer Fläche und 722 Einwohner: Besonders groß ist Schoden nicht. Aber ein liebenswerter Ort, seit knapp 40 Jahren durch einen Deich vor dem Hochwasser der Saar geschützt. Auch wenn das nicht für einen Eintrag ins Rekordbuch der Verbandsgemeinde Saarburg reicht, lieben die Menschen ihre Gemeinde.

Grund genug für ein kleines Team um Ortsbürgermeister Andreas Pauly, daran zu erinnern, dass der Ort vor 1200 Jahren erstmals urkundlich erwähnt wurde. Ludwig der Fromme (778 bis 840 nach Christi Geburt) stellte am 22. März 816 auf Bitten der Äbtissin Anastasia die Güter des Klosters Horreum (später Sankt Irminen in Trier) unter seinen Schutz.Geschichte lebendig gemacht

In zahlreichen Vorträgen und auf mehreren Exkursionen wurde die Geschichte des Orts bislang in diesem Jahr lebendig gemacht. Von Beginn der Planungen für dieses Jahr war aber auch klar, dass gefeiert werden soll. Am kommenden Wochenende ist es soweit. Zum Auftakt präsentieren zwölf Jungwinzer der Saar am Freitag, 16. September, ein Dutzend Weinkollektionen. Dabei ist beispielsweise Peter Greif jun. aus Tawern-Fellerich, der vor wenigen Monaten beim Heimat- und Weinfest in Konz zum Jungwinzer des Jahres in der Region gekürt wurde.

Aber auch Johannes Loch vom Weinhof Herrenberg in Schoden gehört zu den Winzern, die für ihre Produkte werben dürfen. Wer hofft, dass es noch Tickets für die Veranstaltung (W)ein-Dutzend geben könnte, muss enttäuscht werden. Die Veranstaltung im Bürgerhaus sei schon lange ausverkauft, sagt Thomas Wallrich aus Schoden. Um 22 Uhr startet im Bürgerhaus die Aftershowparty mit Livemusik von Herst, Eintritt sechs Euro.

Am Samstag, 17. September, 19 Uhr, sind alle Schodener ins Bürgerhaus eingeladen, um Menschen zu treffen, die aus beruflichen oder familiären Gründen aus dem Ort weggezogen sind. "Viele haben immer noch einen engen Bezug zu ihrer Heimat an der Saar. Sicherlich eine Möglichkeit, Freunde aus vergangenen Zeiten wiederzusehen", sagt Wallrich. Ab 22 Uhr spielt die Cash Family.

Höhepunkt der 1200-Jahr-Feier ist der Sonntag, 18. September. Im ganzen Ort sind acht Aktionszentren verteilt. In der Kirche gibt es eine Ausstellung zur Geschichte des Gotteshauses (Ziffer 4 der Grafik). Hier ist um 10.30 Uhr auch die offizielle Eröffnung des Offenen-Dorf-Tages. Nebenan ist eine kleine Kirmes mit historischem Karussell und kleinen Buden aufgebaut.Handwerk, Brot und Wein

Zwischen Bahnhofstraße und Gartenstraße ist historisches Handwerk zu sehen (Ziffer 1). So backt ein Bäcker etwa Brot in einem Holzofen. In der Gartenstraße präsentieren sich auch Winzer von der Saar und aus Schoden (Ziffer 3). Zu Gast sind auch Weinbauern aus der burgundischen Partnergemeinde Saint Bris les Vineux. Auf dem Bauern- und Kreativmarkt in der Hauptstraße (Ziffer 7) gibt es regionale Produkte wie Käse, Schnaps und Honig.

In der Dorfmitte (Schorschen/Käpisch, Ziffer 5) präsentieren sich der Naturpark Saar-Hunsrück und das Forstamt Saarburg. Eine Ausstellung zum Ausbau der Saar ist auf dem Damm (Ziffer 6) zu sehen. Die RWE öffnen das Stauwehr. Auf dem Dorfplatz (Ziffer 2) und am Bürgerhaus gibt es regionale Spezialitäten.

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