Greimerath/Saarburg : Jürgen Dixius sagt: Ja, ich will!

Greimerath/Saarburg : Jürgen Dixius sagt: Ja, ich will!

Die Katze ist endlich aus dem Sack: Die CDU-Vorstände der Verbandsgemeinden Saarburg und Kell haben sich für Jürgen Dixius als Bürgermeisterkandidaten ausgesprochen. Der Saarburger Verwaltungschef hat kundgetan, gerne wieder anzutreten. Doch damit ist das Prozedere noch nicht abgeschlossen.

Lange hat es gedauert, bis sich die CDU oder die amtierenden Bürgermeister Jürgen Dixius (Verbandsgemeinde Saarburg) und Martin Alten (Verbandsgemeinde Kell am See) zu einer Bürgermeister-Kandidatur in der fusionierten Kommune geäußert haben.

Immerhin hat der Landtag das Gesetz zum Zusammenschluss bereits im April 2018 verabschiedet. Und die Bewerbungsfrist für Kandidaten läuft am 27. August ab. Doch nun hat sich die Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands Saarburg, Simone Thiel, zu Wort gemeldet. Sie teilt in einer Presseerklärung mit, dass die beiden CDU-Vorstände Saarburg und Kell am See vorschlagen, Jürgen Dixius (57) als Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters zu nominieren.

Die 26 Vorstandsmitglieder hätten den Beschluss einstimmig gefasst. In der gemeinsamen Sitzung der beiden CDU-Gremien in Greimerath hat sich laut Thiel auch Martin Alten (49) für eine Kandidatur seines Amtskollegen ausgesprochen. Seine Begründung lautete demnach: Es sei in der Zeit der Fusionsgespräche ein sehr gutes Miteinander gewesen. Deshalb wäre es klug, dass Jürgen Dixius als amtierender Bürgermeister der größeren Verbandsgemeinde nun die beiden Verwaltungen zusammenführe.

Zum Vorstandsbeschluss sagte Jürgen Dixius laut Presseerklärung: „Ich bedanke mich sehr für euer Vertrauen. Nachdem in den vergangenen Wochen viele Menschen eine erneute Kandidatur an mich herangetragen haben, übernehme ich gerne die Verantwortung und trete für die CDU als Kandidat an, wenn die Mitglieder mich aufstellen!“ Die CDU-Mitglieder der beiden Gemeindeverbände sollen am 17. August einen Bürgermeisterkandidaten nominieren.

Altens Zukunft sei bei dem Vorstandstreffen kein Thema gewesen, teilte Thiel auf TV-Nachfrage mit. Der Keller Verwaltungschef selbst sagte dem TV, er wolle hauptamtlicher Beigeordneter werden. Laut dem Landesgesetz zur Kommunalreform hat Alten Anspruch darauf, bis 2022 als hauptamtlicher Beigeordneter in der neuen VG eingesetzt zu werden. Denn bis 2022 wäre seine Amtszeit als Bürgermeister der VG Kell gelaufen. Der VG-Rat könnte jedoch auch für eine Wahl plädieren. Der Gewählte würde dann für acht Jahre Beigeordneter werden.

Der Termin für die Wahl des Bürgermeisters und des Verbandsgemeinderats für die ab Januar 2019 existierende Kommune Saarburg-Kell wurde auf den 14. Oktober 2018 festgelegt. Somit hat die neue Verbandsgemeinde etwas mehr als zwei Monate vor der Wahl nun also einen ersten möglichen Bürgermeisterkandidaten. Ob Dixius der einzige bleiben wird, ist unklar. Die SPD hatte angekündigt, an diesem Wochenende darüber zu entscheiden, ob sie ebenfalls einen Kandidaten nominiert. Dieter Engelhardt, Vorsitzender des SPD-Arbeitskreises in der VG Kell, in dem die Ortsvereine zusammengeschlossen sind, hatte erklärt: „Wir haben in unseren Reihen einen möglichen Kandidaten, und er ist auch nicht abgeneigt. Aber er wollte sich noch mal überlegen, ob er antritt.“

Der Zug Richtung Fusion der Verbandsgemeinden Kell am See und Saarburg rattert unaufhörlich weiter. Nun ist der erste Bürgermeisterkandidat in Sicht. Foto: Friedemann Vetter

Folgende Parteien haben bislang bekanntgegeben, für den 14. Oktober eine Liste für die Ratswahl aufstellen zu wollen: CDU, SPD, FWG, Bündnis 90/Die Grünen und die FDP.

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