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Ministerien billigen Wegeplan für den Nationalpark

Nationalpark : Ministerien billigen Wegeplan für den Nationalpark

Auf welchen Pfaden dürfen sich Wanderer, Radfahrer und Holzernte-Fahrzeuge künftig im Nationalpark Hunsrück-Hochwald bewegen? Das regelt der neue Wegeplan, der jetzt in Kraft getreten ist.

Die Umweltministerien in Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben dem Wegeplan für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald zugestimmt. Somit ist der Plan nun in Kraft getreten. „Damit haben wir einen wichtigen Schritt umgesetzt: Innerhalb von zwei Jahren hat das Nationalparkamt den Wegeplan gemeinsam mit den betroffenen Kommunen, Behörden, Verbänden und Organisationen erstellt. Wie beim Entstehungsprozess des Nationalparks haben wir auch bei der Erstellung des Wegeplans auf Bürgerbeteiligung gesetzt“, sagten die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken und der saarländische Staatssekretär Roland Krämer.

In annähernd 50 Abstimmungsterminen mit unterschiedlichen Interessengruppen hat das National­parkamt mehrheitsfähige Lösungen für die unterschiedlichen Belange von ökologischen und ökonomischen Zielen, Sicherheitsaspekten bei möglichen Rettungseinsätzen und Bränden sowie dem naturnahen Erleben des Nationalparks gefunden. Auch dem naturschutzfachlichen Anspruch von Nationalparks „Natur Natur sein lassen“ haben alle Beteiligten mit diesem Wegeplan ein Stück weiter verwirklicht. Dadurch werden in Zukunft geeignete Rückzugsmöglichkeiten für Tiere und Pflanzen im Nationalpark geschaffen.

Das bestehende Wegenetz zur Holzabfuhr wird zu rund 38 Prozent der natürlichen Entwicklung überlassen, damit störende Einflüsse verringert werden. Innerhalb der nächsten zehn Jahre werden so nach und nach mehr als 100 Kilometer Weg wieder für die Natur nutzbar.

„Für die Bevölkerung soll der Nationalpark erlebbar sein und bleiben: Das Wander- und Freizeitroutennetz, insbesondere die Premiumwanderwege Saar-Hunsrück-Steig und die Traumschleifen, werden so gestärkt. Mit den Anliegergemeinden hat das Nationalparkamt außerdem lokale Zuwegungen und Routen für die örtliche Bevölkerung berücksichtigt“, sagte Höfken. Die Nationalparkradroute sowie Radquerungen des Nationalparks mit Anbindungen an das überregionale Radwegenetz würden eingebunden.