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Mitmachen ausdrücklich gewünscht

Mitmachen ausdrücklich gewünscht

Mit einem Aktionstag hat der Löschzug Mitte der Saarburger Feuerwehr der Bevölkerung einen Einblick in ihre Arbeit gegeben. Dabei lautete die Devise: "Zuschauen ist gut, mitmachen noch viel besser".

Saarburg. (hpü) Schaulustige sind bei Feuerwehreinsätzen gewöhnlich nur ungern gesehen. Beim jüngsten "Ernstfall", zu dem der Löschzug Mitte der Saarburger Feuerwehr ausgerückt war, war das allerdings anders. Mehr noch: Nicht nur Zuschauen - zahlreiche Besucher aus Saarburg und dem Umland machten davon Gebrauch - war an diesem Tag erwünscht, sondern wer bei den "Rettungsarbeiten" mithelfen wollte, der durfte auch das.

Denn der "Tag der Feuerwehr", zu dem der Löschzug Mitte am Sonntagnachmittag ans Saarufer in Saarburg eingeladen hatte, sollte nicht nur die Feuerwehrarbeit demonstrieren, sondern auch eigene Erfahrungen ermöglichen. Wehrführer Ferdi Müller formulierte es so: "Das, was die Leute normalerweise bei unseren Einsätzen nicht zu sehen bekommen, können sie hier hautnah erleben."

Dazu zählten etwa die Rettungsarbeiten an einem verunglückten Auto. Dazu hatte die Feuerwehr eigens einen ausrangierten Kleinwagen aufgestellt, der zunächst auf Holzbalken gestellt wurde. "So wird ein Fahrzeug, das bei einem Unfall demoliert worden ist, stabilisiert", erklärte Ferdi Müller übers Mikrofon. Dann wurden die Scheiben herausgebrochen und anschließend das Fahrzeugdach mit einer Rettungsschere entfernt.

Zuschauer Kurt Dingels aus Saarburg durfte mithelfen. "Die Rettungsschere war sehr schwer, aber es war für mich eine super Erfahrung", erklärte er nach seinem "Einsatz" etwas geschafft, aber dennoch sichtlich zufrieden. Kurt Dingels: "Es ist sehr lehrreich zu sehen, was die Feuerwehr so macht und mit welchen Geräten sie arbeitet."

Zu den Geräten des Löschzugs Mitte gehört auch ein Tanklöschfahrzeug, dessen Wasserkanone unter den staunenden Blicken des Publikums das zuvor aus der Saar entnommene Wasser mit hohem Druck wieder zurück in den Fluss "schoss". Müller erläuterte: "Die Wasserkanone arbeitet mit einem Druck von zehn Bar, sie schafft aber noch mehr." Die Wurfweite liege bei 60 bis 80 Metern. Das sei vor allem bei Großbränden mit großer Hitzeentwicklung wichtig.

Die Feuerwehrmänner führten zudem den großen Drehleiterwagen mit seiner 30-Meter-Leiter vor und zeigten, wie eine Schlauchleitung in kürzester Zeit fachmännisch verlegt wird.