Vier Wehren – ein Ziel

RASCHEID. Wenn es ernst wird, ist das Zusammenspiel von Feuerwehrleuten aus vier verschiedenen Gemeinden ein Muss. Daher probten die Freiwilligen Feuerwehren aus Rascheid, Geisfeld, Hinzert und Pölert ihre Jahreshauptübung gemeinsam. Ein Großteil der Zuschauer wurde dabei an die schreckliche Brandnacht in der Gemeinde vom 2. Februar erinnert.

Gegen 15 Uhr heult in Rascheid die Sirene. In der Werkstatt des Anwesens St.-Anna-Straße 1 ist es zu einem Brand gekommen. Über der Werkstatt halten sich drei Personen auf, denen der Fluchtweg durch Rauch und Flammen versperrt wird. Die zuerst alarmierte Feuerwehr Rascheid trifft am Übungsobjekt ein und beginnt sofort damit, die Wasserversorgung aufzubauen. "Fast genau wie vor einem halben Jahr"

Ein Trupp zur Rettung der Personen läuft ausgestattet mit Pressluftatmern in Windeseile in das bedrohte Gebäude. Der Rascheider Wehrführer und Einsatzleiter Bernd Nellinger lässt sofort die Einheiten aus den Nachbarorten Geisfeld, Hinzert und Pölert alarmieren. "Alles fast wie vor gut einem halben Jahr", sagt ein Zuschauer. Nellinger koordiniert nach Eintreffen der Wehren den Einsatz der fast fünfzig Feuerwehrleute. "Wir haben ja auch den echten Brand zusammen gemeistert", sagt er, und weiß genau, dass jeder Handgriff und jeder Schritt sitzen. Um ein Übergreifen der Flammen auf die anderen Gebäude zu verhindern, wird das brennende Gebäude von allen Seiten mit Wasser abgespritzt. Weitere Atemschutztrupps unterstützen die Rascheider Feuerwehr. Mit einer Bahre werden die drei Personen aus dem Haus transportiert, damit das Deutsche Rote Kreuz/Ortsverband Reinsfeld sich um die Verletzten kümmern kann. Der Atemschutztrupp atmet erst mal kräftig durch, die Personen sind gerettet, der Brand ist unter Kontrolle. Nellinger gibt Entwarnung. Wehrleiter mit Einsatz zufrieden

Danach werden die Schläuche eingerollt - die Übung ist beendet. "Alles ist relativ zügig über die Bühne gegangen", resümiert der Einsatzleiter. "Die Wehren haben bewiesen, dass sie so einen Brand in den Griff kriegen", merkt Verbandsgemeinde-Wehrleiter Christoph Borresch an. Bürgermeister Michael Hülpes dankte den Wehren für ihre Einsatzbereitschaft und fügt an, "dass sie am Einsatzort eine optimale Verbindung für die Stützpunkt-Feuerwehr darstellen und mit ihren Vorort-Kenntnissen unersetzlich" seien. Beförderungen und Verpflichtungen: Waldemar Andre (Feuerwehr Geisfeld) wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert. Zum Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr wurden durch Handschlag verpflichtet: Frank Bremm, Timo Knop, Thorsten Meyers, Robert Molitor und Denis Steines (alle Feuerwehr Geisfeld), Sascha Leyendecker, Philipp Ludwig und Dennis Nellinger (alle Feuerwehr Rascheid).