Waldweilers neues Schmuckstück

"Unser Dorf soll schöner werden" hat sich die Gemeinde Waldweiler gedacht und deshalb auf dem Platz gegenüber der Willibrordkirche größere kosmetische Veränderungen vorgenommen. Die Bauarbeiten zur Umgestaltung dauerten ein Jahr und haben rund 130 000 Euro gekostet.

Waldweiler. Reichlich grauer Asphalt für parkende Autos, dazu Container für Altglas und ausrangierte Kleider und als Umrandung eine eher unattraktive Hecke: Ein Schönheitspreis war mit dem Waldweilerer Dorfplatz früher ganz sicher nicht zu gewinnen. Doch die Chancen dafür haben sich nun doch deutlich verbessert. Die Gemeinde hat das Areal gegenüber der Pfarrkirche St. Willibrod neu gestalten lassen. Nach Auskunft von Michael Stüber vom Bauamt der Verbandsgemeindeverwaltung Kell stehen zwar noch einige Rechnungen von Firmen aus. Die Gesamtkosten würden aber voraussichtlich bei 130 000 Euro liegen. Das Land steuerte dazu einen Zuschuss von 35 000 Euro bei.
"Wenn man weiß, wie der Platz bisher ausgesehen hat, kann man schon davon sprechen, dass wir an dieser Stelle das Ortsbild erheblich aufgewertet haben", sagt Gemeindechef Manfred Rauber. Er weist darauf hin, dass wegen der bemerkenswerten Architektur des Gotteshauses viele auswärtige Besucher nach Waldweiler kommen und dann fast zwangsläufig auf dem Dorfplatz landen. "Meistens ist ja dann der erste Eindruck entscheidend.", so Rauber.
Deshalb sind die Container vom Dorfplatz verschwunden. Auch die Hecke gibt es nicht mehr. Dort steht nun eine Mauer aus Natursteinen. Auf dem Platz wurden kleine Rasenflächen angelegt, Bäume angepflanzt und Bänke aufgestellt. Der triste Asphalt wurde durch zweifarbiges Pflaster ersetzt. Parkplätze gibt es immer noch. Ihre Anzahl wurde aber halbiert. "Ursprünglich wollten wir aus dem Platz eine reine Parkanlage machen. Wir haben uns dann aber in Gesprächen mit der Kirchengemeinde auf einen Mittelweg geeinigt", sagt Rauber.
Ortswappen zum Empfang


An der Einfahrt zum Dorfplatz empfängt ein schmuckes Ortswappen die Besucher. Das aus Holz konstruierte Buswartehäuschen wurde saniert und frisch gestrichen. Vom Dorfplatz gibt es zudem einen direkten Zugang zum Naturlehrpfad. Diese Passage soll später auch Bestandteil der Traumschleife für Wanderer sein, die die Gemeinden Waldweiler und Mandern gemeinsam planen.
Doch zurück zum Dorfplatz. Nachbar Robert Wallrich sagt: "Mir gefällt, was gemacht wurde. Das ist eine gelungene Sache." Nur einen kleinen Makel sieht er. Wenn in der Willibrordkirche Gottesdienst ist, parken jetzt viele Besucher ihre Autos entlang der Hauptstraße.
Die Bauarbeiten sind nach einem Jahr bereits beendet. Was noch fehlt, sind einzig und allein die beiden großen Fotos, die den Vorher- und Nachher-Zustand des Dorfplatzes dokumentieren sollen. Sie werden im Buswartehäuschen aufgehängt.
Weil nun aber der Winter kommt, wird die offizielle Einweihungsfeier verschoben. "Das wollen wir erst bei besserem Wetter im Frühjahr 2013 machen", so Rauber.