Wider das Vergessen

Auch 2009 gibt es die jährliche Internationale Erinnerungsfeier an die Opfer des SS-Sonderlagers/KZ Hinzert. Sie beginnt am Samstag, 19. September, um 15.30 Uhr an der Gedenkstätte in Hinzert. Bereits um 14 Uhr erinnern die luxemburgischen Gäste in einer Messe an die Opfer.

Hinzert. (red) Zur jährlichen Internationalen Erinnerungsfeier für die Opfer des Naziterrors im SS-Sonderlager/KZ Hinzert laden die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier und der Generalkonsul der Französischen Republik ein.

Die Feier findet im Dokumentations- und Begegnungshaus an der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert statt.

Nach der Begrüßung durch Dieter Schiffmann, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, folgt eine Ansprache des stellvertretenden Generalkonsuls der Französischen Republik, Thierry Zarrella.

Zeitzeugentexte und Messe



Vor der Kranzniederlegung werden Zeitzeugentexte gelesen. Die musikalische Umrahmung bestreitet das Ehepaar Schausbreitner. Bereits um 14 Uhr findet an der Kapelle eine Messe der luxemburgischen Amicale des Anciens de Hinzert (Freundeskreis der ehemaligen Hinzert-Häftlinge) statt.

EXTRA 1939 wurde in Hinzert ein Polizeihaftlager für "straffällige" Westwallarbeiter errichtet. Es trug die offizielle Bezeichnung "SS-Sonderlager Hinzert". Nach dessen Unterstellung unter die Inspektion der Konzentrationslager (IKL) am 1. Juli 1940 diente das KZ Hinzert vor allem als "Durchgangslager" insbesondere für luxemburgische, belgische, französische und niederländische Häftlinge auf ihrem Leidensweg nach Buchenwald, Natz weiler oder Dachau. Am 3. März 1945 wurden die meisten der überlebenden Häftlinge auf einen Gewaltmarsch Richtung KZ Buchenwald getrieben und auf dem Weg dorthin in Oberhessen schließlich befreit. Mitte März 1945 wurden die letzten noch im Lager verbliebenen Häftlinge von der US-Armee befreit. Insgesamt wurden in Hinzert mindestens 321 Menschen ermordet, oder sie starben durch den Lagerterror an Krankheit, Entkräftung oder Hunger. (red)

Mehr von Volksfreund