Intime Momente

In Deutschland ist sie längst ein Star - mit englischen Versionen ihrer Titel erobert Schlagersängerin Helene Fischer nun auch das Ausland. Im Herbst geht sie wieder auf Tournee. Der TV präsentiert das Konzert am 19. November in der Arena Trier.

Trier. (daj) Gerade hat Helene Fischer ihr erstes Best-Of-Album mit den größten Erfolgen veröffentlicht. Im Interview mit TV-Mitarbeiter Daniel John blickt sie zurück auf ihre junge, aber steile Karriere und verrät, was die Besucher auf ihrer Tournee erwartet.

Im Herbst gehen Sie wieder auf Tournee, unter dem Motto "So wie ich bin". Da stellt sich die Frage: Wie ist denn Helene Fischer so?

Fischer: Ich bin ein optimistischer Mensch, ich gehe gern auf Leute zu, gebe auch viel - und sehr viel Persönliches wird man auch auf der Tournee in diesem Jahr erleben dürfen. Ich werde das textlich, aber auch musikalisch so verpacken, dass man mich wirklich auch mal von einer anderen Seite kennenlernen wird. Darauf freue ich mich jetzt schon. Bei Ihren Auftritten gibt es ja immer wieder Überraschungen, aber was können Sie denn heute schon verraten, was die Besucher auf der Tournee erwartet?

Fischer: Es ist ganz anders als die letzte Tournee, es wird viel mehr los sein auf der Bühne. Gerade weil die Tournee ja heißt "So wie ich bin", möchte ich natürlich alle Elemente irgendwie verbinden, das heißt, die große Show wird schon da sein, weil ich das auch bin: Ich liebe es vor Publikum zu stehen und einfach da in meinem Element sein zu dürfen. Aber ich bin eben auch die stille, die ruhige Helene, da wird es auch mal ganz intime Momente geben. All das verpacke ich in dieser Zweieinhalb-Stunden-Show. Dazu gibt es Lieder, die mich geprägt haben, aus dem Musical, aus dem Russischen, all das, was man vielleicht schon von den letzten Tourneen auch irgendwie kennt, aber ganz anders, wieder ganz neu natürlich.

Sie haben ja gerade Ihr erstes Best-of-Album veröffentlicht - das ist ja auch ein Anlass zurückzublicken. Was empfinden Sie denn, wenn Sie die ersten Jahre Ihrer Karriere Revue passieren lassen?

Fischer: Es ist tatsächlich so etwas wie ein Einschnitt. Für mich ist es einfach so, dass ich dieses Jahr zum ersten Mal die Zeit und die Ruhe habe, darüber nachzudenken. So langsam hat sich das gelegt, und ich habe kapiert, was da alles mit mir passiert ist. Jetzt ist es einfach an der Zeit, das Ganze zu genießen und nicht mehr so viel zu arbeiten. Wenn man mal eine Woche oder zwei frei hat, Pause hat, dann ist man auch viel feinfühliger mit allem. Sie haben für die CD einige Titel auch auf Englisch gesungen, wie kam es denn dazu?

Fischer: Wir haben die ersten Anfragen aus dem Ausland bekommen. Dänemark war das erste Land, das angefragt hat, ,wir würden gerne was von Helene Fischer auf Englisch haben', und jetzt ging das Ganze sogar so weit, dass jetzt Südafrika mit einsteigt, Schweden, Belgien, und und und...

Wir haben auch eine Fan-Edition der Best-Of zusammengestellt, mit der englischsprachigen CD, der normalen Best-Of und einem "ultimativen Dance-Mix", einem schönen Buch, mit exklusiven Bildern, die sie so noch nicht gesehen haben. Es ist einfach auch ein Dankeschön, ein kleines Schmankerl für die Fans.

Sie sind in Sibirien geboren und singen auch immer wieder russische Lieder bei ihren Konzerten, wird es denn auch einmal eine CD auf Russisch geben?

Fischer: Es ist noch nicht in Planung, aber ich weiß, es ist ein großer Wunsch von den Fans - ganz, ganz viele Menschen sprechen mich darauf an, von daher wird es mit Sicherheit auch mal ein Gespräch wert sein. Auf jeden Fall wird auch ein russischer Block wieder auf der Tournee mit dabei sein.

Aufgewachsen sind Sie in Rheinland-Pfalz, wie gut kennen Sie Trier?

Fischer: Trier kenne ich gar nicht so gut. Aber vielleicht wird es mir dieses Mal möglich sein, mir einen besseren Einblick zu verschaffen!

Haben sie schon Pläne für die weitere Zukunft? Kommt nach dem Best-of-Album etwas Neues?

Fischer: Ich bin jetzt erstmal so konzentriert auf die diesjährige Tournee, und dann im Frühjahr startet ja auch schon wieder eine neue Tournee, und zwar mit großem Orchester. Das sind erstmal für mich zwei Schritte, an die ich denke, und wo auch erstmal nichts anderes dazwischen kommt. Danach kann man sich wieder überlegen, ob man dann eine CD macht, aber geplant ist es noch nicht.