Mit Trommeln und Flöten

Mit Trommeln und Flöten

Athletisch und abwechslungsreich haben japanische Musiker die Tao-Trommelshow in der Arena Trier gestaltet. Powerrhythmen wechselten sich dabei mit lyrischen Klängen ab.

Trier. Ein ausgeprägtes Rhythmusgefühl, gepaart mit Artistik und der Kondition eines Leistungssportlers - das ist die japanische Show "Tao - Die Kunst des Trommelns", die in der Arena in Trier zu Gast war. Die zwölf Musiker präsentieren ihre Musik den 800 Zuschauern auf unterschiedlichsten Trommeln, die dem europäischen Zuschauer kaum bekannt sind. Mal spielen sie auf Instrumenten, die an einen fellbespannten Tennisschläger erinnern, ein musikalisches Match miteinander und mit dem Publikum. Dann wechseln die Musiker mit blitzartigem Tempo zwischen mittelgroßen und kleineren Schlaginstrumenten hin und her, unterstützt von den Klängen einer Trommel, die in der Größe an einen überdimensionalen Zwillingsreifen eines LKW erinnert.
Die Musiker zeigen ihre Show mit großem körperlichen Einsatz und einer ausgereiften Show. Jede Armbewegung, jeder Ausfallschritt wird synchron mit den Kollegen ausgeführt. Dabei wirkt die Präsentation stets kraftvoll und leicht zugleich.
Doch es gibt auch lyrische Momente, wenn Querflöten, ein Saiteninstrument, das an eine liegende Harfe erinnert, oder ein Bambus-Xylofon ein Lied einleiten und die Melodien mal von vielen, mal von wenigen Trommeln fortgeführt werden.
Einen lauten Kontrast dazu geben die schrillen Klänge des Shamisen, einer dreisaitigen Gitarre, die die Japaner oft mit den Trommeln kombinieren. Im Vordergrund bleiben jedoch immer die Percussionrhythmen.
Vor der Pause und zum Schluss des Konzerts geben die acht Männer und vier Frauen mit lautem, aber melodischem Getöse eine Trommelparty, bei der sie das Publikum mitziehen und die Besucher begeistert mitklatschen. Ein Mitglied des Orchesters kündigt gegen Ende des Konzerts an, in zwei Jahren wieder in die Arena zu kommen. Die Trie rer können sich schon heute darauf freuen. cst

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